Kaiserliche Marine

S.M.S. Nassau
S.M.S. Nassau

Kaiserliche Marine, die Kriegsmarine des Deutschen Reiches 1871 – 1919

S.M. Linienschiff Kaiser Wilhelm II.
S.M. Linienschiff Kaiser Wilhelm II.

Die Kriegsmarine des Deutschen Reiches ist eine einheitliche unter dem Oberbefehl des Kaisers, daher „Kaiserliche Marine„. Der Kaiser führt den Oberbefehl über die Marine seit 14. März 1899 selbst; ausführendes Organ seiner Befehle ist das von einem Admiral á la suite des Kaisers geleitete Marinekabinett.

Unsere Marine (1914)
Unsere Marine (1914)

Dem Kaiser unmittelbar verantwortlich und unterstellt sind: der Generalinspekteur der Marine, der Staatssekretär des Reichsmarineamts, der Chef des Admiralstabes der Marine, die Chefs der Marinestationen der Ostsee und der Nordsee, die Chefs des ersten Geschwaders und des Kreuzergeschwaders, außerdem die selbständigen Schiffskommandanten im Ausland.

Es rauscht das Meer
Es rauscht das Meer
Es rauscht das Meer
Es rauscht das Meer

Deutschlands aktive Seestreitkräfte waren in folgender Weise verteilt: die aktive Schlachtflotte in den heimischen Gewässern zählte Mitte 1905: 12 Linienschiffe, 2 große und 6 kleine Kreuzer; als Stammschiffe von Reservedivisionen waren 2 Küstenpanzerschiffe im Dienst. Auf der ostamerikanischen Station waren 2 kleine Kreuzer sowie 1 Kanonenboot, auf der westafrikanischen 2 kleine, auf der ostafrikanischen ein kleiner und auf der australischen 2 kleine Kreuzer. In Ostasien bestand das Kreuzergeschwader aus 2 großen und 3 kleinen Kreuzern sowie 4 Kanonenbooten, nebst mehreren Hochseetorpedobooten. In der Heimat sind stets eine größere Zahl von Torpedobooten dienstbereit.

Kaiserliche Marine
Morgen muß ich fort von hier
Kaiserliche Marine
Morgen muß ich fort von hier

Da die Marine „kaiserlich“ ist, so ist die Kokarde dieser schwarz-weiß-rot, auch die silberne Schärpe der Offiziere ist mit schwarzen und roten Fäden durchzogen. Der Fahneneid wird auf den deutschen Kaiser und die Kriegsflagge geleistet.

Reichskriegsflagge (Kaiserreich 1871 - 1918)
Reichskriegsflagge (Kaiserreich 1871 – 1918)

Zum Dienst in der Marine ist die gesamte seemännische Bevölkerung des Deutschen Reiches verpflichtet; zu dieser werden gerechnet: Seeleute von Beruf, See-, Küsten- und Haffischer, Schiffszimmerleute, Maschinisten und Heizer von See- und Flußdampfern. Dagegen können in die Schiffsjungenabteilung auch junge Leute der Landbevölkerung des ganzen Reiches eintreten. Inoffizielle Hymne der Kaiserlichen Marine ist das „Deutschen Flaggenlied“: Stolz weht die Fahne Schwarz-Weiß-Rot.

Kaiserliche Marine
Kaiserliche Marine
Kaiserliche Marine
Kaiserliche Marine

Übersicht über alle größeren Schiffe der Kaiserlichen Marine

Seiner Majestät Schiffe

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3 Kommentare

  1. Habe heute auf dem Flohmarkt in Linz eine Postkarte aus Bad Godesberg (heute ein Stadtteil von Bonn) an den Matrosen Hans Laqneur an Bord der S.M.S. Nassau, Wilhelmshaven erstanden. Abgestempelt am 15.08.1911 und versendet von Emil Paffenholz.

  2. Immerhin schreiben genau das die zwei Standard-Fachbücher:

    In „Die Deutschen Kriegsschiffe“ von Hildebrand/Röhr/Steinmetz steht, dass „…die Türkei der Bundesrepublik ein Angebot auf käufliche Übernahme…“ gemacht hatte.

    In „Die deutschen Kriegsschiffe 1815 – 1945“ von Erich Gröner steht: „1963 Rückerwerbsangebot an Bundesrepublik Deutschland vergeblich“.

  3. ich hab ja nun über 30 Jahre am Projekt MMD gearbeitet und dabei von 1969 an die Leute bei der MKE, in Seymen oder Ankara danach befragt. Keiner hat je was davon gehört. Selbst mein Freund Albay Yavuz ( tük. Marine Attaché in Bonn ), mit großem Interesse an Mariengeschichte hat nie was davon gehört. Aber fragen wir mal so:
    Also die BRD kauf den Dampfer. Wo soll er hin? Hamburg Landungsbrücke ? Helgoland Reede? WHV ? Keine Gemeinde hätte sich das Ding an den Hals geholt. Die Bundesmarine? Kiel als Sozi-Hauptstadt der Republik. Wenn wir dann also einen Platz gefunden haben, wer bezahlt die anfallenden Kosten? Für die die diese Zeit nicht miterlebt haben sollten sich erstmals kundig machen was damals hier los gewesen wäre, sollte es tatsächlich dazu gekommen sein. Von der DDR Propaganda mal ganz abgesehen..
    Woher kommt die Geschichte? Kettner hat versucht das Schiff zu retten. Er hat „Gespräche“ in Bonn geführt. Mehr war nicht. Da das Schiff nicht unter Dampf n die Nordsee gekommen wäre, hätte wohl mehr die Schleppfahrt bezahlen müssen. Heini Schuchmann wohl kaum. Die Kittner Story wurde dann von eigen Zeitungen nachgesabbelt. Görner und Hildebrand sind wunderbare nicht zu verzichtende Standard Werke, Als solche können sie nicht jedes Detail nachprüfen. Daher sind immer Ungenauigkeiten vorhanden. Ich habe Hildebrand, Gröner und seine Mitstreiter persönlich gekannt und mich auch mal mit Kettner in Cuxhaven getroffen. .
    Also wer will kann ja die Kettner Story glauben. Es ist so wie der Vögele auf U20 oder das die Alliierten in der Normandie gelandet sind um die Deutschen zu befreien. …und der Geschichten mehr.

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