S.M.S. Gneisenau (1879)

S.M.S. Gneisenau, Kreuzerfregatte
S.M.S. Gneisenau, Kreuzerfregatte

S.M.S. Gneisenau (1879), Kreuzerfregatte der Kaiserlichen Marine, technische Angaben und Geschichte in alten Postkarten.

Kreuzerfregatte der Bismarck-Klasse
Kreuzerfregatte der Bismarck-Klasse

S.M.S. Gneisenau (1879) – Angaben

Name:Gneisenau
Namensherkunft:Gneisenau, August, Graf Neithardt von Gneisenau, preußischer Generalfeldmarschall, * 27. Okt. 1760 zu Schildau, wurde 1782 Offizier in einem ansbachischen Regiment, kämpfte mit diesem in Amerika, trat 1786 in preußische Dienste, verteidigte 1807 Kolberg bis zum Tilsiter Frieden, wirkte danach als Chef des Ingenieurkorps mit Stein und Scharnhorst für die Wiedergeburt Preußens, nahm als Generalstabschef Blüchers hervorragenden Anteil an den Befreiungskriegen, entschied durch sein rechtzeitiges Erscheinen die Schlacht bei Waterloo, 1818 Gouverneur von Berlin, 1831 Oberbefehlshaber der vier östlichen Armeekorps im polnischen Aufstand.
Stapellauf:04.09..1879 in Danzig (Kaiserliche Werft Danzig)
Schiffsklasse:Bismarck-Klasse
Schwesterschiffe:S.M.S. Bismarck (1877)S.M.S. Blücher (1877), S.M.S. Gneisenau (1879), S.M.S. Moltke (1877)S.M.S. Stein (1879)S.M.S. Stosch (1877)
Besatzung:ca. 450 Mann
Maße:Länge 82,5 m Breite 13,7 m Tiefgang 6,20 m
Wasserverdrängung:2860 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit:13 kn
Bewaffnung:16 Kanonen Kaliber 15 cm
Ende:Am 16.12.1900 vor Malaga (Spanien) gestrandet.

S.M.S. Gneisenau (1879) – Geschichte

August Graf Neithardt von Gneisenau
* 27.10.1760 in Schildau (Sachsen),
† 24.081831 in Posen;
preußischer Generalfeldmarschall

Die gedeckten Korvetten der Bismarck-Klasse (S.M.S. Bismarck, S.M.S. Blücher, S.M.S. Gneisenau, S.M.S. Moltke, S.M.S. Stein, S.M.S. Stosch) entstanden nach dem Amtsentwurf von 1873-75 als Querspant-Eisenbau. Als Besonderheit wiesen sie eine Lage Holzplanken mit Zinkbeschlag bis 1 Meter über Wasserlinie auf. Angetrieben wurde das Schiff von einer liegenden dreizylindrigen Einfachexpansionsmaschinen der Märkisch-Schlesischen Maschinenbau- und Hütten-A.G. Berlin.

S.M.S. Gneisenau, Kreuzerfregatte
S.M.S. Gneisenau, Kreuzerfregatte

Zur Erzeugung elektrischer Energie verfügte das Schiff über einen Dynamo mit 55 Volt 1,9 kW. Die Schiffe werden als ziemlich gute Seeschiffe beschrieben, allerdings mit großer Abtrift bei wenig Wind; waren schwierig zu manövrieren und mittelmäßig steuernd. Ein fahren gegen See verursachte viel Fahrtverlust. Segeln war nur bei einer steifen Brise gut möglich.

Der Untergang des deutschen Schulschiffes Gneisenau vor Malaga. Rettungsarbeiten kurze Zeit nach der Katastrophe.
Der Untergang des deutschen Schulschiffes Gneisenau vor Malaga. Rettungsarbeiten kurze Zeit nach der Katastrophe.

In den 1870er Jahren wurden die gepanzerten Kreuzer-Fregatten auf deutschen Werften gebaut und in der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt. Da sie weder besonders widerstandsfähig noch modern bewaffnet waren wurden sie in Friedenszeiten auf Auslandsstationen und als Schulschiffe verwendet. Trotz voller Takelung und Dampfantriebes galten sie als schwerfällig.

Der Untergang des deutschen Schulschiffes Gneisenau vor Malaga.
Der Untergang des deutschen Schulschiffes Gneisenau vor Malaga.

S.M.S. Gneisenau am 16. Dezember 1900 im Sturm an der Mole von Málaga (Spanien) gestrandet. Das Unglück forderte 41 Tote.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1880
  • „Deutschlands Seemacht“ von Georg Wislicenus – Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • „Die Heere und Flotten der Gegenwart – Deutschland“ 1898
  • „Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899
  • „Nauticus – Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen“ 1899-19
  • „Überall“ Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1902
  • „Deutschland zur See“ von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • „Marine-Album“ Berlin 1910
  • „Deutschland zur See“ Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins „Marinedank“, Berlin, Jahrgänge
  • „Der Völkerkrieg – Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914“ Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • „Taschenbuch der Kriegsflotten“, J.F. Lehmann’s Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • „Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote“ – Admiralstab der Marine 1917
  • „Das Reichsarchiv“ Band 1 – 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • „Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918“ Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • „Deutsche Seefahrt“ – von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin – Birkenwerder 1928
  • „Marinearchiv“ Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • „Unsere Marine – Schiffsbilder“, Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • „So war die alte Kriegsmarine“ von Eberhard von Mantey – Berlin 1935
  • „Die deutschen Kriegsschiffe“, Groener 1966
  • „Die Deutschen Kriegsschiffe“, Hildebrand/Röhr/Steinmetz

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