S.M.S. Gazelle (1859)

S.M.S. Gazelle, Korvette
S.M.S. Gazelle, Korvette

S.M.S. Gazelle (1859), Korvette der preußischen und Kaiserlichen Marine, technische Angaben und Geschichte in alten Postkarten.

S.M.S. Gazelle, Korvette
S.M.S. Gazelle, Korvette

S.M.S. Gazelle (1859) – Angaben

Name:Gazelle
Namensherkunft:Gazelle, Gattung der Antilopen-Familie
Stapellauf:19.12.1859 in Danzig (Königliche Werft Danzig)
Schiffsklasse:Arcona-Klasse
SchwesterschiffS.M.S. Arcona (1858)S.M.S. Elisabeth (1868), S.M.S. Gazelle (1859), S.M.S. Hertha (1864)S.M.S. Vineta (1863)
Besatzung:ca. 380 Mann
Maße:Länge 73 m, Breite 13 m, Tiefgang 6,5 m
Wasserverdrängung:2300 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit:12 kn
Bewaffnung:17 Ringkanonen Kaliber 15 cm
Ende:1884 Hulk, 1906 abgewrackt

S.M.S. Gazelle (1859) – Geschichte

Danzig 1857, "Arcona" und "Gazelle" im Bau
Danzig 1857, „Arcona“ und „Gazelle“ im Bau

Neue Verordnungen von 1856 regelten in der preußischen Marine die Bildung eines Seewehroffizierskorps, einer Schiffsjungendivision, die Trennung der Admiralität in Marine-Oberkommando und Verwaltung. Die Verwaltung wurde zum Marineministerium und neben dem Kriegsministerium dem Generalleutnant Albrecht von Roon übertragen.

Längendurchschnitt der Corvette "Elisabeth" (Flotte des Norddeutschen Bundes), Druck und Verlag von F.A. Brockhaus in Leipzig
Längendurchschnitt der Corvette „Elisabeth“ (Flotte des Norddeutschen Bundes), Druck und Verlag von F.A. Brockhaus in Leipzig

Der Flottenbestand vermehrte sich bis 1859 weiter um die Schraubenkorvette „Arcona“ und „Gazelle“, die Jacht „Grille“ und Aviso „Loreley„. Die beiden letzteren Schiffe haben weit über 50 Jahre ihren Dienst versehen.

S.M.S. Gazelle, Korvette
S.M.S. Gazelle, Korvette

In Haiti hatten 1872 S.M.S. Vineta und S.M.S. Gazelle deutsche Wirtschaftsinteressen zu vertreten. Sie besetzten zwei Kanonenbooten in Port au Prince und erzwangen die Zahlungen an den deutschen Gläubiger.

S.M.S. Charlotte und S.M.S. Stein klar zum Gefecht in Port au Prince
S.M.S. Charlotte und S.M.S. Stein klar zum Gefecht in Port au Prince

1874 führte S.M.S. Gazelle eine großartige wissenschaftliche Expedition von zwei Jahren in den Atlantik und die Südsee zur Erforschung der Bodenprofile des Südatlantik, der großen Meeresströmungen am Äquator und bei Neuguinea, woraus sich später die Erwerbung dieser Kolonie ergab. Der Kommandant der „Gazelle“. Freiherr von Schleinitz, wurde ihr erster Gouverneur.

Deutsche Kriegsschiffe in Port au Prince
Deutsche Kriegsschiffe in Port au Prince

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1880
  • „Deutschlands Seemacht“ von Georg Wislicenus – Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • „Die Heere und Flotten der Gegenwart – Deutschland“ 1898
  • „Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899
  • „Nauticus – Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen“ 1899-19
  • „Überall“ Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1902
  • „Deutschland zur See“ von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • „Marine-Album“ Berlin 1910
  • „Deutschland zur See“ Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins „Marinedank“, Berlin, Jahrgänge
  • „Der Völkerkrieg – Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914“ Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • „Taschenbuch der Kriegsflotten“, J.F. Lehmann’s Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • „Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote“ – Admiralstab der Marine 1917
  • „Das Reichsarchiv“ Band 1 – 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • „Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918“ Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • „Deutsche Seefahrt“ – von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin – Birkenwerder 1928
  • „Marinearchiv“ Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • „Unsere Marine – Schiffsbilder“, Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • „So war die alte Kriegsmarine“ von Eberhard von Mantey – Berlin 1935
  • „Die deutschen Kriegsschiffe“, Groener 1966
  • „Die Deutschen Kriegsschiffe“, Hildebrand/Röhr/Steinmetz

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