S.M.S. Kaiser Wilhelm II. (1897)

S.M.S. Kaiser Wilhelm II. - Linienschiff
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. - Linienschiff

S.M.S. Kaiser Wilhelm II. (1897), Linienschiff der Kaiserlichen Marine, technische Angaben und Geschichte in alten Postkarten.

S.M.S. Kaiser Wilhelm II., Linienschiff
S.M.S. Kaiser Wilhelm II., Linienschiff

S.M.S. Kaiser Wilhelm II. (1897) – Angaben

Namensherkunft:Kaiser Wilhelm II. 3. Kaiser des  Deutschen Reichs  1888 – 1918.
Stapellauf:14.09.1897 in  Wilhelmshaven  ( Kaiserliche Werft Wilhelmshaven )
Schiffsklasse:Kaiser-Klasse, ab 1912 Kaiser Friedrich-Klasse
Schwesterschiffe:S.M.S. Kaiser Barbarossa ,  S.M.S. Kaiser Karl der Große ,  S.M.S. Kaiser Wilhelm der Große ,  S.M.S. Kaiser Wilhelm II. ,  S.M.S. Kaiser Friedrich III.
Besatzung:ca. 622 Mann
Maße:Länge 120,9 m Breite 20,4 m Tiefgang: 7,8 m
Wasserverdrängung:11150 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit:18 kn
Maschinenleistung:13 500 PS, 3 stehende dreizylindrige Dreifachexpansionsmaschinen
Dampfstrecke:5 000 Seemeilen
Kohlenvorrat:650 – 1070 Tonnen
Bewaffnung:4 Schnellladekanonen  Kaliber 24 cm,  14 Schnellladekanonen  Kaliber 15 cm, 14 Schnellladekanonen Kaliber 8,8 cm, Torpedos
Ende:1921 in Hamburg abgewrackt

S.M.S. Kaiser Wilhelm II. (1897) – Geschichte

1895 begann der Bau der 5 Schiffe der Kaiser-, ab 1912 Kaiser Friedrich III.-Klasse genannt, bei denen die schwere Artillerie von 6 Rohren auf 4 der neuen 24 cm-Schnelladekanonen vermindert wurde bei gleichzeitiger beträchtlicher Vermehrung der Mittelartillerie. Ihre Geschütze sollten besonders auf die ungepanzerten Teile des Gegners wirken. Die zunehmende Schussweite der großen Kaliber beschränkte die Mittelartillerie im Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) hauptsächlich auf die Torpedobootabwehr.

Flottenstab auf S.M.S. Kaiser Wilhelm II., 1901 Sitzend v.l.n.r.: Breusing, von Koester, Poschmann Stehend: Kühnemann, Schubert, Ahlert, Sturtz, Nordmann, Jacobsen, Ingenieur Dittrich
Flottenstab auf S.M.S. Kaiser Wilhelm II., 1901
Sitzend v.l.n.r.: Breusing, von Koester, Poschmann
Stehend: Kühnemann, Schubert, Ahlert, Sturtz, Nordmann, Jacobsen, Ingenieur Dittrich
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. - Auf der Brücke - Flottenchef von Koester und sein Stabschef Breusing
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. – Auf der Brücke – Flottenchef von Koester und sein Stabschef Breusing
S.M.S. Kaiser Wilhelm II., Ankerlichten, auf der Treppe Korvetten-Kapitän Paech
S.M.S. Kaiser Wilhelm II., Ankerlichten, auf der Treppe Korvetten-Kapitän Paech
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. im Salut
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. im Salut

Am 14. September 1897 tauft der Bruder Kaiser Wilhelms II., Prinz Heinrich von Preußen, das Schiff in Wilhelmshaven (Kaiserliche Werft) auf den Namen „Kaiser Wilhelm II.“

S.M.S. Kaiser Wilhelm II. - Panzer I. Klasse
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. – Panzer I. Klasse
S.M.S. Kaiser Wilhelm II.
S.M.S. Kaiser Wilhelm II.
S.M.S. Kaiser Wilhelm II.
S.M.S. Kaiser Wilhelm II.
S.M.S. Kaiser Wilhelm II., Unser Kaiserpaar an Bord
S.M.S. Kaiser Wilhelm II., Unser Kaiserpaar an Bord

S.M.S. Kaiser Wilhelm II. ist von 1900 – 1906 Flottenflaggschiff. Es nimmt an verschiedenen Übungen und Manövern in Nord- und Ostsee teil. Ende 1901 besucht das Schiff die Hauptstadt Norwegens, Mitte 1903 Spanien und danach jährlich immer wieder Norwegen. 1908 führt eine Reise in den Atlantik bis zu den Azoren.

S.M.S. Kaiser Wilhelm II. - Linienschiff
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. – Linienschiff
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. im Kaiser Wilhelm-Kanal b. d. Levensauer Hochbrücke
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. im Kaiser Wilhelm-Kanal b. d. Levensauer Hochbrücke
S.M.S. Kaiser Wilhelm II.
S.M.S. Kaiser Wilhelm II.
S.M.S. Kaiser Wilhelm II.
S.M.S. Kaiser Wilhelm II.

Da das Schiff zu Beginn des Ersten Weltkrieges (1814 – 1918) schon technisch veraltet ist, kommt es nur kurz zur Küstensicherung zum Einsatz. Ab 1915 fungiert es als Büroschiff des Flottenchefs in Wilhelmshaven. So bleibt das Schiff Ende 1918 auch vor der Internierung in Scapa Flow verschont.

S.M.S. Kaiser Wilhelm II.
S.M.S. Kaiser Wilhelm II.
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. im Salut
S.M.S. Kaiser Wilhelm II. im Salut

1921 wurde das Schiff in Hamburg abgewrackt.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1880
  • „Deutschlands Seemacht“ von Georg Wislicenus – Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • „Die Heere und Flotten der Gegenwart – Deutschland“ 1898
  • „Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899
  • „Nauticus – Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen“ 1899-19
  • „Überall“ Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1902
  • „Deutschland zur See“ von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • „Marine-Album“ Berlin 1910
  • „Deutschland zur See“ Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins „Marinedank“, Berlin, Jahrgänge
  • „Der Völkerkrieg – Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914“ Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • „Taschenbuch der Kriegsflotten“, J.F. Lehmann’s Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • „Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote“ – Admiralstab der Marine 1917
  • „Das Reichsarchiv“ Band 1 – 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • „Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918“ Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • „Deutsche Seefahrt“ – von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin – Birkenwerder 1928
  • „Marinearchiv“ Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • „Unsere Marine – Schiffsbilder“, Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • „So war die alte Kriegsmarine“ von Eberhard von Mantey – Berlin 1935
  • „Die deutschen Kriegsschiffe“, Groener 1966
  • „Die Deutschen Kriegsschiffe“, Hildebrand/Röhr/Steinmetz
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