S.M.S. Blücher, Torpedoschulschiff, Flottenflaggschiff 1896

S.M.S. Blücher (1877)

S.M.S. Blücher (1877), Kreuzerfregatte, Torpedoschul- und Versuchsschiff der Kaiserlichen Marine, technische Angaben und Geschichte in alten Postkarten.

S.M.S. Blücher, Kreuzerfregatte
S.M.S. Blücher, Kreuzerfregatte

S.M.S. Blücher (1877) – Angaben

Name:Seiner Majestät Schiff Blücher
Namensherkunft:Blücher, Gebhard Leberecht von Blücher (1742 - 1819), preußischer Generalfeldmarschall
Stapellauf:20.09.1877 in Kiel
Schiffsklasse:Bismarck-Klasse
Schwesterschiffe:S.M.S. Bismarck , S.M.S. Blücher,  S.M.S. Gneisenau ,  S.M.S. Moltke ,  S.M.S. Stein ,  S.M.S. Stosch
Besatzung:ca. 450 Mann
Maße:Länge 82,5 m Breite 13,7 m Tiefgang: 6,20 m
Wasserverdrängung:2860 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit:12 - 13  kn
Bewaffnung:16 Kanonen Kaliber 15 cm
Ende:1908 abgewrackt

S.M.S. Blücher (1877) – Geschichte

In den 1870er Jahren wurden die gepanzerten Kreuzer-Fregatten S.M.S. Leipzig, S.M.S. Prinz Adalbert, S.M.S. Bismarck, S.M.S. Moltke, S.M.S. Stosch, S.M.S. Blücher, S.M.S. Stein und S.M.S. Gneisenau auf deutschen Werften gebaut und in der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt.

S.M.S. Blücher, Torpedoschulschiff, Flottenflaggschiff 1896
S.M.S. Blücher, Torpedoschulschiff, Flottenflaggschiff 1896

Da sie weder besonders widerstandsfähig noch modern bewaffnet waren wurden sie in Friedenszeiten auf Auslandsstationen und als Schulschiffe verwendet.

Der kommandierende Admiral von Knorr im Manöver auf Flaggschiff S.M.S. Blücher, 1896
Der kommandierende Admiral von Knorr im Manöver auf Flaggschiff S.M.S. Blücher, 1896

Die gedeckten Korvetten der Bismarck-Klasse (S.M.S. Bismarck, S.M.S. Blücher, S.M.S. Gneisenau, S.M.S. Moltke, S.M.S. Stein, S.M.S. Stosch) entstanden nach dem Amtsentwurf von 1873-75 als Querspant-Eisenbau. Als Besonderheit wiesen sie eine Lage Holzplanken mit Zinkbeschlag bis 1 Meter über Wasserlinie auf.

S.M.S. Blücher - "sich waschen"
S.M.S. Blücher – „sich waschen“

Angetrieben wurde das Schiff von einer liegenden dreizylindrigen Einfachexpansionsmaschinen der Märkisch-Schlesischen Maschinenbau- und Hütten-A.G. Berlin. Zur Erzeugung elektrischer Energie verfügte das Schiff über einen Dynamo mit 55 Volt 1,9 kW.

S.M.S. Blücher passiert den Kaiser Wilhelm-Kanal - Torpedoschulschiff
S.M.S. Blücher passiert den Kaiser Wilhelm-Kanal – Torpedoschulschiff

Die Schiffe werden als ziemlich gute Seeschiffe beschrieben, allerdings mit großer Abtrift bei wenig Wind; waren schwierig zu manövrieren und mittelmäßig steuernd. Ein fahren gegen See verursachte viel Fahrtverlust. Segeln war nur bei einer steifen Brise gut möglich.

 

Quellenhinweise:

  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1880
  • „Deutschlands Seemacht“ von Georg Wislicenus – Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • „Die Heere und Flotten der Gegenwart – Deutschland“ 1898
  • „Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899
  • „Nauticus – Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen“ 1899-19
  • „Überall“ Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1902
  • „Deutschland zur See“ von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • „Marine-Album“ Berlin 1910
  • „Deutschland zur See“ Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins „Marinedank“, Berlin, Jahrgänge
  • „Der Völkerkrieg – Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914“ Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • „Taschenbuch der Kriegsflotten“, J.F. Lehmann’s Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • „Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote“ – Admiralstab der Marine 1917
  • „Das Reichsarchiv“ Band 1 – 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • „Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918“ Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • „Deutsche Seefahrt“ – von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin – Birkenwerder 1928
  • „Marinearchiv“ Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • „Unsere Marine – Schiffsbilder“, Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • „So war die alte Kriegsmarine“ von Eberhard von Mantey – Berlin 1935
  • „Die deutschen Kriegsschiffe“, Groener 1966
  • „Die Deutschen Kriegsschiffe“, Hildebrand/Röhr/Steinmetz

 

Seitenanfang

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentar verfassen