S.M.S. Zieten

S.M.S. Zieten (1876)

S.M.S. Zieten (1876), Torpedofahrzeug der Kaiserlichen Marine, technische Angaben und Geschichte in alten Postkarten.

S.M.S. Zieten
S.M.S. Zieten

S.M.S. Zieten (1876) – Angaben

Name:Seiner Majestät Schiff Zieten
Namensherkunft:Hans Joachim von Zieten
Stapellauf:09.03.1876 in London (Blackwall)
Schiffsklasse:Spezialschiff
Schwesterschiffe:keine
Besatzung:ca. 115 Mann
Maße:Länge 69 m - Breite 8,5 m - Tiefgang: 4,2 m
Wasserverdrängung:1010 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit:13 kn
Maschinenleistung:1800 PS
Dampfstrecke:2000 Seemeilen
Bewaffnung:6 Schnellfeuerkanonen Kaliber 5 cm (1905)
Ende:1919 als Kriegsschiff ausgemustert und 1921 in Wilhelmshaven abgewrackt

S.M.S. Zieten (1876) – Bildergalerie

S.M.S. Zieten (1876) – Geschichte

Das Eisenschiff mit eisernen Querspanten wurde von der Thames Ironworks and Shipbuilding and Engineering Co. Ltd. in London erbaut. Der spätere Großadmiral Alfred von Tirpitz diente vom 6. Mai 1878 bis August 1880 als Kapitänleutnant auf diesem Schiff.

S.M.S. Zieten wurde bis 1880 als Torpedofahrzeug eingesetzt und diente der Erprobung neu entwickelter Torpedos. So wurde am 28. Juli 1880 S.M.S. Barbarossa mit einem scharfen Torpedo versenkt.

1881 wurde „Zieten“ zum Aviso umgebaut. 1882 wurde S.M.S. Zieten wegen der Beschießung Alexandrias (Ägypten) durch britische Kriegsschiffe im Mittelmeer stationiert, um die dort operierenden deutschen Kanonenboote S.M.S. Habicht und S.M.S. Möwe abzulösen, die dort deutsche und österreichische Flüchtlinge retteten. Danach erfolgten verschiedene Aufgaben und Einsätze in Nord- und Ostsee.
Ab 1897 wurde S.M.S. Zieten zum Fischereischutz eingesetzt. Dabei beschützte, betreute und versorgte es deutsche Fischereifahrzeuge und brachte mehrmals ausländische Fischereifahrzeuge in deutschen Hoheitsgewässern auf.

Im Ersten Weltkrieg (1914-18) diente S.M.S. Zieten dem Schutz von Jade und Weser. 1919 wurde es als Kriegsschiff ausgemustert und 1921 in Wilhelmshaven abgewrackt. Das Schiff diente der deutschen Marine 43 Jahre lang.

Hans Joachim von Zieten

Hans Joachim von Zieten

* 15. Mai 1699 in Wustrau bei Neuruppin (Brandenburg) als Sohn eines Gutsbesitzers geboren, † 26. Januar 1786 in Berlin. Sein Name ist ein Pseudonym für Reitergeist und Husarentum. Seine militärische Tüchtigkeit sollte später als Vorbild für Heerführer wie Blücher, von Schill oder Feldmarschall von Mackensen dienen. Aber auch als Menschenführer war von Zieten Inbegriff des Vorreiters. Nicht umsonst wurde er von seinen Husaren liebe- und ehrfurchtsvoll „Vater Zieten“ genannt.

 

Quellenhinweise:

  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1880
  • „Deutschlands Seemacht“ von Georg Wislicenus – Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • „Die Heere und Flotten der Gegenwart – Deutschland“ 1898
  • „Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899
  • „Nauticus – Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen“ 1899-19
  • „Überall“ Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1902
  • „Deutschland zur See“ von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • „Marine-Album“ Berlin 1910
  • „Deutschland zur See“ Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins „Marinedank“, Berlin, Jahrgänge
  • „Der Völkerkrieg – Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914“ Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • „Taschenbuch der Kriegsflotten“, J.F. Lehmann’s Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • „Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote“ – Admiralstab der Marine 1917
  • „Das Reichsarchiv“ Band 1 – 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • „Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918“ Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • „Deutsche Seefahrt“ – von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin – Birkenwerder 1928
  • „Marinearchiv“ Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • „Unsere Marine – Schiffsbilder“, Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • „So war die alte Kriegsmarine“ von Eberhard von Mantey – Berlin 1935
  • „Die deutschen Kriegsschiffe“, Groener 1966
  • „Die Deutschen Kriegsschiffe“, Hildebrand/Röhr/Steinmetz

 

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