S.M.S. Arcona (1902)

S.M.S. Arcona
S.M.S. Arcona

S.M.S. Arcona (1902), Kleiner Kreuzer der Kaiserlichen Marine, technische Angaben und Geschichte in alten Postkarten.

S. M. Kleiner Kreuzer Arkona
S. M. Kleiner Kreuzer Arkona

S.M.S. Arcona (1902) – Angaben

Name:Arcona, Arkona
Namensherkunft:Kap Arkona – nördlichster Zipfel der Insel Rügen (Pommern)
Stapellauf:22.04.1902 in Bremen (A.G. Weser)
Schiffsklasse:Gazelle-Klasse
Schwesterschiffe:S.M.S. Amazone (1900), S.M.S. Arkona (1902), S.M.S. Ariadne (1900), S.M.S. Frauenlob (1902), S.M.S. Gazelle (1898), S.M.S. Medusa (1900)S.M.S. Niobe (1899), S.M.S. Nymphe (1899), S.M.S. Thetis (1900), S.M.S. Undine (1902)
Besatzung:ca. 281 Mann
Maße:Länge 104,4 m, Breite 12,3 m, Tiefgang 5,0 m
Wasserverdrängung:2700 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit:21,5 kn
Dampfstrecke:4500 Seemeilen
Kohlenvorrat:700 Tonnen
Schiffsmaschine:8000 PS
Bewaffnung:10 Schnellladekanonen Kaliber 10,5 cm, 10 – 14 Maschinenkanonen Kaliber 3,7 cm, Torpedos
Ende:Ab 1930 Hulk, 1945 versenkt, 1948 gehoben und abgewrackt

S.M.S. Arcona (1902) – Geschichte

S.M.S. Arcona, Kleiner Kreuzer
S.M.S. Arcona, Kleiner Kreuzer

Der Kleine Kreuzer der Gazelle-Klasse wurde am 22. April 1902 in Kiel von Prinzessin Margarethe von Hessen, einer Schwester Kaiser Wilhelms II., auf den Namen „Arcona“ getauft. Die 10 Kreuzer der Gazelle-Klasse erwiesen sich als ausgezeichnete Kriegsschiffe für den Aufklärungs- und Auslandsdienst.

S.M.S. Arkona Besatzungsmitglieder
S.M.S. Arkona Besatzungsmitglieder

S.M.S. Arcona wird nach erfolgreicher Probefahrt dem Verband der Aufklärungsschiffe eingereiht, nahm an den üblichen Manövern teil und besuchte mehrere nordeuropäische Häfen. 1907 wurde „Arcona“ nach Ostasien beordert. Die Fahrt führte über den Suezkanal nach Singapore, Hongkong, Amoy und weiter ins deutsche Pachtgebiet Tsingtau/Kiautschou.

Emden - S.M.S. Arcona
Emden – S.M.S. Arcona

1909 nahm der Kleine Kreuzer als Botschafter des Deutschen Reiches an den Feierlichkeiten des Wiederaufbaus von San Francisco nach dem schweren Erdbeben teil. Am 24. März 1910 erreicht S.M.S. Arcona Wilhelmshaven. Bis 1912 wurde das Schiff generalüberholt und zum Minenkreuzer umgebaut.

S.M.S. Arcona 1910
S.M.S. Arcona 1910

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914 – 1918) diente „Arcona“ dem Küstenschutz. Während des ganzen Krieges hat das Schiff keinen einzigen Feindkontakt. Da das Schiff nicht an die Ententemächte ausgeliefert werden musste, wurde es der Reichsmarine der Weimarer Republik eingegliedert. Es besucht mehrmals Skandinavien und wird 1930 endgültig außer Dienst gestellt.

Emden - S.M.S. Arcona
Emden – S.M.S. Arcona

Während des Zweiten Weltkrieges (19139 – 1945) wurde „Arcona“ zur Flakstellung umgebaut und in Wilhelmshaven eingesetzt. Dort wurde das Schiff Anfang Mai 1945 von der eigenen Besatzung versenkt. 1948 wurde Arcona gehoben und abgewrackt.

Arcona als Flakstellung in Wilhelmshaven
Arcona als Flakstellung in Wilhelmshaven

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1880
  • „Deutschlands Seemacht“ von Georg Wislicenus – Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • „Die Heere und Flotten der Gegenwart – Deutschland“ 1898
  • „Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899
  • „Nauticus – Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen“ 1899-19
  • „Überall“ Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1902
  • „Deutschland zur See“ von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • „Marine-Album“ Berlin 1910
  • „Deutschland zur See“ Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins „Marinedank“, Berlin, Jahrgänge
  • „Der Völkerkrieg – Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914“ Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • „Taschenbuch der Kriegsflotten“, J.F. Lehmann’s Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • „Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote“ – Admiralstab der Marine 1917
  • „Das Reichsarchiv“ Band 1 – 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • „Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918“ Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • „Deutsche Seefahrt“ – von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin – Birkenwerder 1928
  • „Marinearchiv“ Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • „Unsere Marine – Schiffsbilder“, Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • „So war die alte Kriegsmarine“ von Eberhard von Mantey – Berlin 1935
  • „Die deutschen Kriegsschiffe“, Groener 1966
  • „Die Deutschen Kriegsschiffe“, Hildebrand/Röhr/Steinmetz

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