S.M.S. Stosch (1877)

S.M.S. Stosch (1877), Kreuzerfregatte der Kaiserlichen Marine, technische Angaben und Geschichte in alten Postkarten.

S.M.S. Stosch
S.M.S. Stosch

S.M.S. Stosch (1877) – Angaben

Name:Seiner Majestät Schiff Stosch
Namensherkunft:Stosch, Albrecht von Stosch (1818 - 1896), deutscher Staatsmann
Stapellauf:08.10.1877 in  Stettin  ( A.G. Vulcan )
Schiffsklasse:Bismarck-Klasse
Schwesterschiffe:S.M.S. Bismarck ,  S.M.S. Blücher ,  S.M.S. Gneisenau ,  S.M.S. Moltke ,  S.M.S. Stein , S.M.S. Stosch
Besatzung:ca. 450 Mann
Maße:Länge: 75 m - Breite: 14 m - Tiefgang: 5,8 m
Wasserverdrängung:2850 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit:12 kn
Bewaffnung:10 - 14 Kanonen Kaliber 15 cm, 2 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm
Ende:1907 abgewrackt

S.M.S. Stosch (1877) – Geschichte

In den 1870er Jahren wurden die gepanzerten Kreuzer-Fregatten LeipzigPrinz AdalbertBismarckMoltkeStoschBlücherStein und Gneisenau auf deutschen Werften gebaut und in der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt. Da sie weder besonders widerstandsfähig noch modern bewaffnet waren wurden sie in Friedenszeiten auf Auslandsstationen und als Schulschiffe verwendet. Trotz voller Takelung und Dampfantriebes galten sie als schwerfällig. S.M.S. Gneisenau ging 1900 im Sturm an der Mole von Málaga (Spanien) verloren.

S.M.S. Stosch
S.M.S. Stosch

Die gedeckten Korvetten der Bismarck-Klasse (S.M.S. BismarckS.M.S. BlücherS.M.S. GneisenauS.M.S. Moltke, S.M.S. SteinS.M.S. Stosch) entstanden nach dem Amtsentwurf von 1873-75 als Querspant-Eisenbau. Als Besonderheit wiesen sie eine Lage Holzplanken mit Zinkbeschlag bis 1 Meter über Wasserlinie auf. Angetrieben wurde das Schiff von einer liegenden dreizylindrigen Einfachexpansionsmaschinen der Märkisch-Schlesischen Maschinenbau- und Hütten-A.G. Berlin.

S.M.S. Stosch
S.M.S. Stosch

Obwohl die Küstenpanzerschiffe nur für heimische Gewässer bestimmt waren, musste man aus Ermangelung moderner Kreuzer S.M.S. Hagen 1895 nach Marokko entsenden. Dort war in Tanger ein Deutscher ermordet worden. Um die marokkanische Regierung zur Bestrafung der Mörder zu zwingen, war die „Entfaltung einer gewissen Seemacht“ notwendig. An dieser Aktion waren neben S.M.S. Hagen auch S.M.S. Kaiserin Augusta, das Schulschiff S.M.S. Stosch und die Korvette S.M.S. Marie beteiligt. Letztere waren ungeschützte veraltete Schiffe, die den modernen gegenüber keinen Gefechtswert besaßen. Obwohl die Demonstration ihren Zweck erfüllte, war es doch ein „niederdrückendes Gefühl für die deutsche Marine, das mächtige Deutsche Reich so unzulänglich vertreten zu sehen.„(„Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899)

 

Quellenhinweise:

  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1880
  • „Deutschlands Seemacht“ von Georg Wislicenus – Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • „Die Heere und Flotten der Gegenwart – Deutschland“ 1898
  • „Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899
  • „Nauticus – Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen“ 1899-19
  • „Überall“ Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1902
  • „Deutschland zur See“ von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • „Marine-Album“ Berlin 1910
  • „Deutschland zur See“ Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins „Marinedank“, Berlin, Jahrgänge
  • „Der Völkerkrieg – Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914“ Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • „Taschenbuch der Kriegsflotten“, J.F. Lehmann’s Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • „Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote“ – Admiralstab der Marine 1917
  • „Das Reichsarchiv“ Band 1 – 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • „Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918“ Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • „Deutsche Seefahrt“ – von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin – Birkenwerder 1928
  • „Marinearchiv“ Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • „Unsere Marine – Schiffsbilder“, Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • „So war die alte Kriegsmarine“ von Eberhard von Mantey – Berlin 1935
  • „Die deutschen Kriegsschiffe“, Groener 1966
  • „Die Deutschen Kriegsschiffe“, Hildebrand/Röhr/Steinmetz

 

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