S.M.S. Meteor (1865)

S.M.S. Meteor
S.M.S. Meteor

S.M.S. Meteor (1865), Kanonenboot I. Klasse der preußischen und Kaiserlichen Marine, technische Angaben und Geschichte in alten Postkarten.

S.M.S. Meteor
S.M.S. Meteor

S.M.S. Meteor (1865) – Angaben

Name:Seiner Majestät Schiff Meteor
Namensherkunft:Meteor, Meteorit, Körper aus dem Weltraum der beim Eintritt in die Erdatmosphäre erhitzt und dadurch leuchtet.
Stapellauf:17.05.1865 in Wolgast (Lübke)
Schiffstyp/-klasse:Chamäleon-Klasse, Kanonenboot I. Klasse
Schwesterschiffe:S.M.S. Basilisk  (1),  S.M.S. Blitz  (1),  S.M.S. Chamäleon  (1),  S.M.S. Comet  (1),  S.M.S. Cyclop  (1),  S.M.S. Delphin  (1),  S.M.S. Drache  (1),  S.M.S. Meteor  (1)
Besatzung:ca. 70 Mann
Maße:Länge 43 m - Breite 7 m - Tiefgang: 2,7 m
Wasserverdrängung:350 Tonnen
Maschinenleistung:320 PS
Maximale Geschwindigkeit:9 kn
Bewaffnung:1 x 24 Pfünder, 2 x 12 Pfünder
Ende:1877 als Kriegsschiff gestrichen und abgewrackt

S.M.S. Meteor (1865) – Geschichte

Großbritannien schuf während des Krimkrieges (1853-1856) eine Flotte von einigen hunderten Dampfkanonenboote und benutzte sie zum Angriff auf die von seichten Wasser umgebenen russischen Festungswerke von Bomarsund, Sweaborg und den Alandinseln. Sie waren dabei so erfolgreich, dass sich die russischen Verteidiger ergeben mussten.

Die Kanonenbootflottille in Parade vor S.M. dem Kaiser (auf S.M.S. Grille)
Die Kanonenbootflottille in Parade vor S.M. dem Kaiser (auf S.M.S. Grille)

Das Königreich Preußen folgte dem Beispiele in den Jahren 1859-1861, wenn auch nicht in so großer Anzahl, aber immerhin wurden 23 Kanonenboote gebaut. Die letzten beiden Exemplare blieben jedoch mehrere Jahre auf Stapel und wurden erst 1865 vollendet. Acht davon, die Kanonenboote I. Klasse: Basilisk, BlitzChamäleon (Kamäleon), CometCyclopDelphinDracheMeteor, wurden auf der Danziger Werft gebaut.

Kampf zwischen Kanonenboot Meteor und Aviso Bouvet vor Havanna 9. November 1870.

Während des Deutsch-Französischen Krieges kam es am 9. November 1870 zum Kampf zwischen dem deutschen Kanonenboot „Meteor“ und dem französischen Aviso „Bouvet“ vor Havanna, bei dem beide Schiffe schwer beschädigt wurden.

Quellenhinweise:

  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1880
  • „Deutschlands Seemacht“ von Georg Wislicenus – Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • „Die Heere und Flotten der Gegenwart – Deutschland“ 1898
  • „Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899
  • „Nauticus – Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen“ 1899-19
  • „Überall“ Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1902
  • „Deutschland zur See“ von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • „Marine-Album“ Berlin 1910
  • „Deutschland zur See“ Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins „Marinedank“, Berlin, Jahrgänge
  • „Der Völkerkrieg – Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914“ Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • „Taschenbuch der Kriegsflotten“, J.F. Lehmann’s Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • „Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote“ – Admiralstab der Marine 1917
  • „Das Reichsarchiv“ Band 1 – 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • „Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918“ Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • „Deutsche Seefahrt“ – von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin – Birkenwerder 1928
  • „Marinearchiv“ Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • „Unsere Marine – Schiffsbilder“, Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • „So war die alte Kriegsmarine“ von Eberhard von Mantey – Berlin 1935
  • „Die deutschen Kriegsschiffe“, Groener 1966
  • „Die Deutschen Kriegsschiffe“, Hildebrand/Röhr/Steinmetz

 

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