S.M.S. Habicht, Kanonenboot

S.M.S. Habicht (1879)

S.M.S. Habicht (1879), Kanonenboot der Kaiserlichen Marine, technische Angaben und Geschichte in alten Postkarten.

S.M.S. Habicht, Kanonenboot
S.M.S. Habicht, Kanonenboot

S.M.S. Habicht (1879) – Angaben

Name:Seiner Majestät Schiff Habicht
Namensherkunft:Habicht, Raubvogel
Stapellauf:13.05.1879 in Elbing (Schichau)
Schiffstyp/-klasse:Habicht-Klasse, Kanonenboot
Schwesterschiffe:S.M.S. Möwe, S.M.S. Habicht
Besatzung:ca. 130 Mann
Maße:Länge 53 m Breite 8,90 m Tiefgang: 3,70 m
Wasserverdrängung:850 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit:11,4 kn
Bewaffnung:1905: 5 Schnellfeuerkanonen Kaliber 12,5 cm, 5 Maschinenkanonen Kaliber 3,7 cm
Ende:1906 abgewrackt

S.M.S. Habicht (1879) – Geschichte

Als die Engländer ihr eigennütziges Eingreifen in den ägyptischen Aufstand mit der Beschießung der fast wehrlosen Stadt Alexandria am 8. Juli 1882 begannen, entstand dort natürlich eine starke Erbitterung gegen alle Europäer, sodass das Deutsche Reich gezwungen war, die Kanonenboote Habicht und Möwe mit der Rettung der deutschen und österreichischen Flüchtlinge zu beauftragen; um die Ordnung in der Stadt wenigstens an den Stellen, wo die Flüchtlinge gesammelt wurden, zu erhalten.

S.M.S. Habicht, Kanonenboot
S.M.S. Habicht, Kanonenboot

Die deutschen Mannschaften wurden sogar versehentlich von britischen Matrosenabteilungen beschossen ohne jedoch jemanden zu treffen, später entschuldigten sich die Briten. Als die Engländer weiter in Ägypten vordrangen, führte S.M.S. Möwe etwa 150 deutsche Flüchtlinge von Ismailia nach Port Said.

Die deutsche Kriegsflotte - Kanonenboote
Die deutsche Kriegsflotte – Kanonenboote

Während des Hereroaufstandes in Deutsch-Südwestafrika im Jahr 1904, versah des Kanonenboot seinen Stationsdienst vor der Kolonie. Am 18. Januar 1904 war es auf der Reede von Swakopmund eingetroffen. Der Kommandant, Kapitän Sudewill, übernahm am 19. Januar den Befehl in Swakopmund und entfaltete sofort eine umfassende Tätigkeit.

 

Quellenhinweise:

  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1880
  • „Deutschlands Seemacht“ von Georg Wislicenus – Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • „Die Heere und Flotten der Gegenwart – Deutschland“ 1898
  • „Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899
  • „Nauticus – Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen“ 1899-19
  • „Überall“ Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1902
  • „Deutschland zur See“ von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • „Marine-Album“ Berlin 1910
  • „Deutschland zur See“ Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins „Marinedank“, Berlin, Jahrgänge
  • „Der Völkerkrieg – Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914“ Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • „Taschenbuch der Kriegsflotten“, J.F. Lehmann’s Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • „Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote“ – Admiralstab der Marine 1917
  • „Das Reichsarchiv“ Band 1 – 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • „Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918“ Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • „Deutsche Seefahrt“ – von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin – Birkenwerder 1928
  • „Marinearchiv“ Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • „Unsere Marine – Schiffsbilder“, Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • „So war die alte Kriegsmarine“ von Eberhard von Mantey – Berlin 1935
  • „Die deutschen Kriegsschiffe“, Groener 1966
  • „Die Deutschen Kriegsschiffe“, Hildebrand/Röhr/Steinmetz

 

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