S.M.S. Alexandrine (1885)

S.M.S. Alexandrine
S.M.S. Alexandrine

S.M.S. Alexandrine (1885), Kreuzerkorvette der Kaiserlichen Marine, technische Angaben und Geschichte in alten Postkarten.

S.M.S. Alexandrine, Korvette
S.M.S. Alexandrine, Korvette

S.M.S. Alexandrine (1885) – Angaben

Name:Alexandrine
Namensherkunft:Alexandrine, Prinzessin Friederike Wilhelmine Alexandrine Marie Helene von  Preußen  (23.02.1803 – 21.04.1892) – verheiratet mit Großherzog Paul Friedrich von  Mecklenburg-Schwerin. Schwester  Kaiser Wilhelm I.
Stapellauf:07.02.1885 in Kiel (Kaiserliche Werft Kiel)
Schiffsklasse:Alexandrine-Klasse
SchwesterschiffS.M.S. Arcona (1885), S.M.S. Alexandrine
Besatzung:ca. 268 Mann
Maße:Länge: 72 m, Breite: 13 m, Tiefgang: 5,6 m
Wasserverdrängung:2370 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit:13,5 kn
Dampfstrecke:3500 Seemeilen
Kohlenvorrat:300 Tonnen
Schiffsmaschine:2400 PS
Bewaffnung:Kanonen
Ende:1907 abgewrackt

S.M.S. Alexandrine (1885) – Geschichte

Die Kreuzerkorvette "Alexandrine" seeklar und unter Dampf in der Kammerschleuse.
Die Kreuzerkorvette „Alexandrine“ seeklar und unter Dampf in der Kammerschleuse.

Das Schiff wurde am 7. Februar 1885 von Prinz Wilhelm, dem späteren Kaiser Wilhelm II., auf den Namen „Alexandrine“ getauft. Nach einer Probefahrt 1886 wurde das Schiff Mitte April 1889 nach Samoa befohlen, da dort nach einem Taifun S.M.S. Adler und S.M.S. Eber vernichtet worden waren. Man erreichte Sydney am 6. Juli des Jahres und begann eine Reise in die Inselwelt Ozeaniens. Von einigen Inseln wurde durch feierliche Flaggenhissungen Besitz ergriffen. Den ganzen November 1889 verbrachte man in Sydney (Australien), danach ging es unter anderem wieder nach Samoa.

Kreuzerkorvette "Alexandrine"
Kreuzerkorvette „Alexandrine“

1890 vereinigte sich S.M.S. Alexandrine mit dem Geschwaderflaggschiff S.M.S. Leipzig (1875) und S.M.S. Sophie um nach Ostasien zu gehen. Dort besuchte man u.a. Schanghai (China) und wechselte die Besatzungen aus. Da in Chile ein Bürgerkrieg ausgebrochen war, setzte die Reichsregierung 1891 das Geschwader nach Südamerika in Marsch. Dorst wurde es herzlich von den Auslandsdeutschen aufgenommen und von diesen sogar ein Flottenverein gegründet. 1892 ging der Verband nach Deutsch-Ostafrika, danach nach Korea und weiter nach Japan. Ende 1892 wurden S.M.S. Leipzig (1875) und S.M.S. Alexandrine wieder nach Deutsch-Ostafrika befohlen, da auf Sansibar mit Unruhen gerechnet wurde.

S.M.S. Alexandrine - "Segel fest"
S.M.S. Alexandrine – „Segel fest“

1893 wurde das Geschwader aufgelöst und S.M.S. Alexandrine besuchte Brasilien, Uruguay und Argentinien. 1894 brach der chinesisch-japanische Krieg aus und so wurden S.M.S. Arcona (1885), S.M.S. Alexandrine und S.M.S. Marie mit einem Zwischenstopp in Peru nach Ostasien beordert. Anfang 1895 wurde das Schiff aus Japan in die Heimat entlassen, wo es am 25. Mai 1895 in Wilhelmshaven eintraf. Dort wurde es zunächst außer Dienst gestellt, zum Hafenschiff umfunktioniert und 1907 abgewrackt.

Seeklarbesichtigung S.M.S. Alexandrine 1889, vor dem Auslaufen nach der Südsee
Seeklarbesichtigung S.M.S. Alexandrine 1889, vor dem Auslaufen nach der Südsee

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1880
  • „Deutschlands Seemacht“ von Georg Wislicenus – Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • „Die Heere und Flotten der Gegenwart – Deutschland“ 1898
  • „Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte“ von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner – München 1899
  • „Nauticus – Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen“ 1899-19
  • „Überall“ Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • „Das Buch von der Deutschen Flotte“, von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing – Bielefeld und Leipzig 1902
  • „Deutschland zur See“ von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • „Marine-Album“ Berlin 1910
  • „Deutschland zur See“ Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins „Marinedank“, Berlin, Jahrgänge
  • „Der Völkerkrieg – Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914“ Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • „Taschenbuch der Kriegsflotten“, J.F. Lehmann’s Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • „Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote“ – Admiralstab der Marine 1917
  • „Das Reichsarchiv“ Band 1 – 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • „Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918“ Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • „Deutsche Seefahrt“ – von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin – Birkenwerder 1928
  • „Marinearchiv“ Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • „Unsere Marine – Schiffsbilder“, Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • „So war die alte Kriegsmarine“ von Eberhard von Mantey – Berlin 1935
  • „Die deutschen Kriegsschiffe“, Groener 1966
  • „Die Deutschen Kriegsschiffe“, Hildebrand/Röhr/Steinmetz

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