Frankfurt am Main

Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden

Frankfurt a. M. 334.951 Einwohner – 1905 = 8. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Frankfurt a. M., Paulsplatz mit Rathaus
Frankfurt a. M., Paulsplatz mit Rathaus

 

Neben der Stadt Frankfurt am Main existiert im Deutschen Reich (Kaiserreich):

  1. Frankfurt an der Oder im Königreich Preußen, Provinz Brandenburg mit im Jahr 1905 = 64.291 Einwohner.

 

Frankfurt am Main

Frankfurt am Main, ehemals (bis 1866) Freie Stadt, gegenwärtig Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, liegt 91 Meter über dem Meer (Pegel an der Alten Brücke), unter 50°7′ nördliche Breite und 8°41′ östliche Länge (demnach Reduktion von Ortszeit auf MEZ +25m 15s), zu beiden Seiten des Mains, und zwar auf dem rechten Ufer die eigentliche Stadt, auf dem linken der Stadtteil Sachsenhausen.
Den Fluss überspannen 7 Brücken, nämlich 4 Fahrbrücken (darunter die Alte Brücke, im 14. Jahrhundert erbaut, mit dem Standbild Karls des Großen (von Wendelstädt), ein Fußgängersteg (eiserner Steg) und 2 Eisenbahnbrücken. Die Altstadt liegt innerhalb der Grenzen einer Stadtbefestigung des 12. Jahrhunderts, die sich durch Straßennamen, die mit dem Worte Graben enden (vom Wollgraben bis Hirschgraben), kennzeichnen. Die Neustadt von 1333 reicht bis an die Anlagen. Diese sind auf den im 17. Jahrhundert vor die alte Stadtmauer gelegten Festungswällen 1806–12 errichtet. Von den Befestigungen des Mittelalters haben sich nur der Eschenheimer Tor-Turm (1400–28 erbaut, 49 m hoch), der Rententurm am Fahrtor (vollendet 1456) und in Sachsenhausen der sogenannte Kuhhirtenturm (um 1490) erhalten. 1877 wurde das ehemalige frankfurtische Dorf Bornheim mit etwa 11.000 Einwohnern, 1895 Bockenheim (ehemals kurhessisch) mit 21.000 und 1900 die Vororte Niederrad, Oberrad und Seckbach mit 20.000 Seelen eingemeindet. Die Entwässerung erfolgt durch Schwemmsystem (1867 von Lindley eingeführt) mit Klärbeckenanlage. Trink- und Nutzwasser liefern die 1869–73 von P. Schmick erbaute Quellwasserleitung aus Vogelsberg und Spessart (seit 1876 städtisch), die Waldwasserleitung (seit 1885 von Lindley) und die Bockenheimer Leitung, während eine Mainwasserleitung die Hydranten für Feuerlöschzwecke und Straßenbesprengung speist. Der Wasserverbrauch ist auf jährlich 16,4 Millionen m³ gestiegen.

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