Eberswalde, Panorama vom Drachenkopf gesehen

Eberswalde

Eberswalde im Königreich Preußen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Eberswalde 23.841 Einwohner – 1905 = 178. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Eberswalde, Total
Eberswalde, Total

Eberswalde in Brandenburg im Königreich Preußen

Eberswalde (bis 1876 Neustadt-Eberswalde) ist Stadt und Badeort im Königreich Preußen, Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Potsdam, Kreis Oberbarnim, am Finowkanal.

Die Stadt Eberswalde ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien BerlinStettin und Eberswalde-Frankfurt a. O. Eberswalde hat 2 evangelische und eine katholische Kirche, eine Synagoge, Forstakademie mit Sammlungen, Versuchsstation, Fischbrutanstalt und botanischem Garten, Gymnasium, Provinzialirrenanstalt, Pestalozzi-Waisenhaus, Mineralquellen (Eisensäuerlinge mit viel Kohlensäure) und Kurhaus.

Eberswalde, Moltketreppe
Eberswalde, Moltketreppe

Eberswalde ist Sitz eines Amtsgerichts, Hauptsteueramts, zweier Oberförstereien, einer Spezialkommission, Nebenstelle der Reichsbank und eines Bergrevieres. Betrieben werden Hufnagel- und Dachpappen-, Draht-, Seil- und Maschinenfabrikation, Schiff- und Mühlenbau, Eisenbahnhauptwerkstätte, 2 Eisengießereien, 4 Bierbrauereien, eine große Mahlmühle, Dampfsägemühlen, Dampfziegeleien, Schifffahrt und Handel.

Eberswalde, Moltke-Straße
Eberswalde, Moltke-Straße

Im Jahr 1900 leben in Eberswalde 21.465 Einwohner, der Großteil sind Evangelische, 1005 sind Katholiken und 176 Juden. Eberswalde erhielt um 1257 Stadtrechte. In der Nähe sind die Papierfabriken Spechthausen und Wolfswinkel, ein Kupferhammer und ein Eisenwerk. 9 km nordöstlich liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Chorin.

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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