Städte im Herzogtum Anhalt

Dessau, Herzogliches Schloss
Dessau, Herzogliches Schloss

Städte im Herzogtum Anhalt

Herzogtum Anhalt, Lage im Deutschen Reich
Herzogtum Anhalt, Lage im Deutschen Reich

Das Herzogtum Anhalt ist ein Bundesstaat des Deutschen Reichs, benannt nach der Burg Anhalt auf dem Hausberge im Unterharz. Das Land ist fast ganz von der preußischen Provinz Sachsen eingeschlossen und 2299 km² groß. Im Jahr 1900 leben hier 316.085 Einwohner. Das Herzogtum Anhalt besteht aus zwei Hauptteilen:

Hauptflüsse sind Elbe, Mulde, Saale, Bode, Wipper, Fuhne, Selke.

Herzogtum Anhalt, Wappen, Flagge und Kokarde
Herzogtum Anhalt, Wappen, Flagge und Kokarde

Die Einteilung erfolgt in die 5 Kreise: Dessau, Zerbst, Köthen, Bernburg, Ballenstedt. Die Verfassung vom 17. September 1859 ist konstitutionell-monarchisch. Der Landtag umfasst 36 Mitglieder, 2 Abgeordnete werden in den Reichstag entsendet, im Bundesrat besitzt Anhalt eine Stimme. Zum Reichsheer stellt Anhalt das 93. Infanterieregiment (8. Div. des 4. Armeekorps). Haupt-und Residenzstadt ist Dessau.

Zur Gründung des Deutschen Bundes 1815 gab es noch 3 anhaltinische Herzogtümer:

  • Herzogtum Anhalt Dessau
  • Herzogtum Anhalt Bernburg
  • Herzogtum Anhalt Köthen
Landkarte Provinz Sachsen und das Herzogtum Anhalt
Landkarte Provinz Sachsen und das Herzogtum Anhalt

Als die Köthensche Linie mit Herzog Heinrich am 23. November 1847 erlosch, ging die Regierung einstweilen an den Herzog von Dessau als Senior über; durch Vertrag vom 1. Januar 1853 wurde Köthen mit Dessau vereinigt. Als auch die Bernburger Linie mit Alexander Karl am 19. August 1863 ausstarb, wurden sämtliche anhaltinischen Lande unter Herzog Leopold († 1871) zu einem Herzogtum Anhalt vereinigt. Im Bundesbeschluss vom 14. Juni 1866 stimmte Anhalt mit Preußen, trat 1867 dem Norddeutschen Bund und 1871 dem Deutschen Reich bei. Anhalt ist seit 1945 mit der ehemaligen preußischen Provinz Sachsen zu Sachsen-Anhalt vereinigt.

Städte im Herzogtum Anhalt (Auswahl):

Dessau von der Johanniskirche
Dessau von der Johanniskirche

Dessau, Haupt- und Residenzstadt des Herzogtums Anhalt, an der Mulde. Im Jahr 1900 leben hier 50.849 Einwohner.

Ballenstedt am Harz, Schloss
Ballenstedt am Harz, Schloss

Ballenstedt, Kreisstadt im sogenannten Oberherzogtum, am Nordfuß des Unterharzes. Im Jahr 1900 leben hier 5423 Einwohner.

Bernburg a. S., Markt, Rathaus, Breitestraße
Bernburg a. S., Markt, Rathaus, Breitestraße

Bernburg, Kreisstadt an der Saale. Im Jahr 1900 leben hier 34.431 Einwohner. Die Stadt war bis 1863 Residenz der Linie Anhalt-Bernburg.

Coswig in Anhalt, Rathaus
Coswig in Anhalt, Rathaus

Coswig, Stadt im Kreis Zerbst, an der Elbe. Im Jahr 1900 leben hier 7817 Einwohner.

Harzgerode im Harz
Harzgerode im Harz

Harzgerode, Stadt im Kreis Ballenstedt. Im Jahr 1900 leben hier 4299 Einwohner. Die Stadt war 1635 – 1709 Residenz der Linie Anhalt-Bernburg-Harzgerode.

Jessnitz - Spittelbrücke, Kirche, Leopoldbrücke, Neue Post
Jessnitz – Spittelbrücke, Kirche, Leopoldbrücke, Neue Post

Jeßnitz, Stadt im Kreis Dessau, an der Mulde. Im Jahr 1900 leben hier 4647 Einwohner.

Köthen in Anhalt, St. Martinskirche
Köthen in Anhalt, St. Martinskirche

Köthen (Cöthen), Kreisstadt. Im Jahr 1900 leben hier 22.091 Einwohner. Die Stadt war bis 1847 Residenz der Herzöge von Anhalt-Köthen.

Oranienbaum, Parkpartie am Herzoglichen Schloss
Oranienbaum, Parkpartie am Herzoglichen Schloss

Oranienbaum, Stadt im Kreis Dessau. Im Jahr 1905 leben hier 2500 Einwohner.

Roßlau in Anhalt, Markt mit Amtsgericht
Roßlau in Anhalt, Markt mit Amtsgericht

Roßlau, Stadt im Kreis Zerbst, an der Elbe. Im Jahr 1900 leben hier 10.059 (1905: 11.029) Einwohner.

Sandersleben, Hotel Ratskeller, Bahnhof, Marktplatz, Denkmal
Sandersleben, Hotel Ratskeller, Bahnhof, Marktplatz, Denkmal

Sandersleben, Stadt im Kreis Bernburg, an der Wipper. Im Jahr 1905 leben hier 3674 Einwohner.

Zerbst, Heidetor
Zerbst, Heidetor

Zerbst, Kreisstadt, an der Nuthe. Im Jahr 1900 leben hier 17.095 (1905: 18.128) Einwohner. Die Stadt war 1603 – 1793 Hauptstadt des Fürstentums Anhalt-Zerbst.

Quellenhinweise:

  • „Meyers Konversations-Lexikon“ 5. Auflage in 17 Bänden 1893 – 1897
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 24 Bänden Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1906 – 1908
  • „Meyers Kleines Konversations-Lexikon“, 7. Auflage in 6 Bänden Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1908
  • „Kleine Deutsche Staatskunde“, E. Stutzer – Dresden und Berlin, 1910

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