Oranienbaum, Kinderheilstätte

Oranienbaum

Oranienbaum im Herzogtum Anhalt, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Oranienbaum 2463 Einwohner – 1905 (Städte im Kaiserreich)

Oranienbaum, Parkpartie am Herzoglichen Schloss
Oranienbaum, Parkpartie am Herzoglichen Schloss

Neben der Stadt Oranienbaum im Deutschen Reich, Herzogtum Anhalt, existiert in Russland:

  • Oranienbaum, eine Stadt in Russland, Gouvernement St. Petersburg, Kreis Peterhof. Sie liegt in malerischer Lage am Finnischen Meerbusen, der Festung Kronstadt gegenüber, 40 km von St. Petersburg, mit dem es durch eine Eisenbahn verbunden ist. Die Stadt hat 3 russische und eine lutherische Kirche, ein schönes, vom Fürsten Menschikow 1714 erbautes, jetzt kaiserliches Lustschloss mit prachtvollem Park (dabei die Eremitage, zeitweilig Residenz der Zarin Katharina II.), hübsche Datschen (Villen), ein Sommertheater. Im Jahr 1897 leben hier 5333 Einwohner. Die Stadt ist ein beliebter Sommeraufenthaltsort der Residenzbewohner. Oranienbaum war Lieblingsaufenthalt der Zarin Elisabeth und des Zaren Peter III. 1948 wurde die Stadt in Lomonossow umbenannt.

 

Oranienbaum im Herzogtum Anhalt

Oranienbaum ist eine Stadt im Herzogtum Anhalt, Kreis Dessau. Sie liegt an der Eisenbahn Dessau-Wörlitz.

Die Stadt Oranienbaum hat 2 evangelische Kirchen, ein Schloss mit Park und Orangerie, Amtsgericht, bedeutende Zigarren- und Tabakfabrikation, Schneidemühlen und Holzbiegungsanstalt. Im Jahr 1905 leben in Oranienbaum 2463 evangelische Einwohner. Oranienbaum, früher Dorf (Nischroitz), wurde 1683 zur Stadt erhoben und nach der Fürstin Henriette Katharina aus dem Haus Oranien, Gemahlin Johann Georgs II. von Dessau, benannt.

Oranienbaum, Franzstraße
Oranienbaum, Franzstraße

Auf dem Gelände des 1179 als Besitz des Klosters Nienburg bezeugten, um 1500 wüst gewordenen Dorfes Nischwitz entstand 1644 ein Haus und Wirtschaftshof des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau, das 1673 zu Ehren der seiner Gemahlin Henriette, einer geborenen Prinzessin von Oranien, seinen Namen erhielt und zum Sommersitz ausgebaut wurde. 1683 begann der Schlossbau, der damals angelegte französische Park wurde nach 1793/97 im englischen Stil erweitert.

Oranienbaum, Kinderheilstätte
Oranienbaum, Kinderheilstätte

Die beim Schloss planmäßig angelegte Siedlung erhielt 1695 Marktrechte. 1669 wurde eine Glashütte gegründet, Tabak- und Zigarrenfabrikation kamen hinzu. Seit dem 18. Jahrhundert gilt der Ort als Stadt. 1830 wurden 2100 Einwohner gezählt.

Am 1. Januar 2011 wurde Oranienbaum Teil der neu gebildeten Stadt Oranienbaum-Wörlitz.

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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