Gera, Schloss Osterstein

Städte im Fürstentum Reuß j. L.

Reuß, zwei Fürstentümer, Thüringische Staaten und Bundesstaaten des Deutschen Reichs, ein Teil des Vogtlandes, 1143 km², (1900) 207.606 (1905: 215.160) meist evangelische Einwohner, in einen kleinern nördlichen und einen größern südlichen Teil getrennt und zwischen der älteren und jüngeren Linie des fürstlichen Hauses Reuß geteilt. Die Fürsten und Prinzen führen sämtlich den Namen Heinrich, wobei die ältere Linie bis 100 zählt, die jüngere mit jedem Jahrhundert wieder mit I beginnt. Das Militärkontingent beider Fürstentümer bildet das 2. Bataillon des 7. Thüringischen Infanterieregiments Nr. 96, der 38. Division des 11. preußischen Armeekorps. Jedes Fürstentum hat eine Stimme im Deutschen Bundesrat und je einen Vertreter im Reichstag.

Das Fürstentum Reuß jüngerer Linie besteht aus den Gebieten von Gera und SchleizLobenstein und einer zwischen Altenburg und Weimar gelegenen Exklave. Es gliedert sich in die Landratsämter Gera und Ebersdorf. Das Fürstentum besteht aus 6 Städten, 4 Marktflecken und 163 Dörfer.

Am 1. Mai 1920 vereinigte sich das Land mit sechs weiteren Frei- und Volksstaaten zum Land Thüringen mit Weimar als Hauptstadt, welches bis 1952 bestand. Mit Wirkung vom 14. Oktober 1990 entstand der heutige Freistaat Thüringen mit Erfurt als Landeshauptstadt.

Gera, Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Reuß j. L., an der Weißen Elster. Im Jahr 1900 leben hier 45.634 (1905: 47.768) Einwohner.

Hirschberg an der Saale, Stadt, an der Saale. Im Jahr 1900 leben hier 2014 Einwohner.

Hohenleuben, Flecken. Im Jahr 1900 leben hier 1906 Einwohner.

Lobenstein, Stadt, früher Residenz der Linie Reuß-Lobenstein-Ebersdorf, an der Lemnitz und Kosel. Im Jahr 1905 leben hier 2990 Einwohner.

Schleiz, Kreisstadt, zweite Residenz des Fürsten. Im Jahr 1905 leben hier 5577 Einwohner.

Tanna, Stadt, an der Wettera. Im Jahr 1905 leben hier 1743 Einwohner.

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