Hymne des Fürstentums Schaumburg-Lippe

Schaumburg-Lippe Hymne

Die Hymne des Fürstentums Schaumburg-Lippe: „Heil unserm Fürsten, Heil!“

Gruß aus Bückeburg, Hymne Schaumburg-Lippe
Gruß aus Bückeburg, Hymne Schaumburg-Lippe

Das Fürstentum Schaumburg-Lippe zählt mit 340,29 km² (6,2 Quadratmeilen) und mit 44.992 (1905) Einwohnern zu den kleinsten souveränen Bundesstaaten des Deutschen Reiches. Das ganze Ländchen besitzt 2 Städte (Bückeburg und Stadthagen), 2 Flecken und 88 Ortschaften. 

Das wir heute auch die Hymne des kleinen Fürstentums Schaumburg-Lippe kennen, verdanken wir der Arbeit von Prof. Dr. O. Boehm. Der schrieb einfach alle 25 Staatsministerien an und veröffentliche seine Nachforschungen in seinem Werk „Die Volkshymnen aller Staaten des deutschen Reiches„, erschienen in der Hinstorff’schen Hofbuchhandlung Verlagsconto 1901, Wismar. Der nachfolgende Text der Hymne des Fürstentums Schaumburg-Lippe stammt also aus seinem Buch:

Hymne des Fürstentums Schaumburg-Lippe
Hymne des Fürstentums Schaumburg-Lippe

Hymne des Fürstentums Schaumburg-Lippe

Text: Kantor Fuchs aus Stadthagen
Melodie nach der preußischen Hymne: „Heil dir im Siegerkranz„.

1. Heil unserem Fürsten, Heil!
Dem Landesvater Heil!
Dem Fürsten Heil!
Herr Gott, dich loben wir,
Herr Gott, wir flehn zu dir:
O segn‘ ihn für und für!
Dem Fürsten Heil!

2. Laß deine milde Hand
Auf unserem Vaterland
Und Fürsten ruhn!
Verleih‘ ihm Glück und Ehr‘
Sei du ihm Schirm und Wehr,
Weisheit sei um ihn her!
Dem Fürsten Heil!

3. Sein Volk mit Herz und Mund
Verehr‘ zu jeder Stund‘
Als Vater ihn!
Herr, laß durch sein Bemühn
Des Volkes Segen blühn,
Erhalt‘ und schütze ihn!
Dem Fürsten Heil!

Diese Hymne soll aus Anlass des 50jährigem Regierungsjubiläum des Fürsten Georg Wilhelm im Jahr 1857 uraufgeführt worden sein. Dem Musikwissenschaftler Prof. Boehm fiel natürlich sofort auf, dass es sich hierbei nur um eine veränderte Variante der viel älteren württembergischen Hymne unter Weglassung von zwei halben Strophen handelte. Außerdem hatte sie im Volk keine Verbreitung gefunden, war nur wenigen Einwohnern des Fürstentums bekannt und wurde von Prof. Boehm als „Schulhymne“ eingestuft.

Quellenhinweise:

  • „Die Volkshymnen aller Staaten des deutschen Reiches“, Hinstorff’schen Hofbuchhandlung Verlagsconto 1901, Wismar.
  • „Meyers Konversations-Lexikon“ in 24 Bänden Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1906
  • „Meyers kleines Konversations-Lexikon“ in 6 Bänden 1908
  • „Meyers Lexikon“ in 12 Bänden Bibliographisches Institut Leipzig 1924

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