Bückeburg

Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Schaumburg-Lippe

Bückeburg 5625 Einwohner – 1900 (Städte im Kaiserreich)

Bückeburg, Schlosstor und Fürstliche Hofkammer
Bückeburg, Schlosstor und Fürstliche Hofkammer

Bückeburg

Bückeburg ist die Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Schaumburg-Lippe. Es liegt 63 Meter über dem Meer, am Abhang des Harrel und an der Staatsbahnlinie Wustermark-Hamm. Die Stadt hat ein Schloss (seit 1534 Residenz) mit schöner Kapelle, 2 evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, Gymnasium mit Realprogymnasium, evangelisches Schullehrerseminar und fürstliche Bibliothek. Im Jahr 1900 leben hier mit der Garnison (ein Jägerbataillon Nr. 7) 5625 meist evangelische Einwohner.

Bückeburg ist Sitz der Oberbehörden des Landes, eines Land- und Amtsgerichts, eines Landratsamts und der Niedersächsischen Bank. Die ehemaligen Festungswerke sind in schöne Parkanlagen verwandelt worden. Im nahen Walde liegt das Lustschloss Zum Baum mit dem Grabmal des Feldmarschalls Grafen Wilhelm; auf dem Harrel der Idaturm.

Zum Landgerichtsbezirk Bückeburg gehören die zwei Amtsgerichte Bückeburg und Stadthagen. Bückeburg entstand 1304, erhielt 1365 Fleckengerechtigkeit und wurde 1609 vom Fürsten Ernst zur Stadt erhoben. Johann Gottfried von Herder, geadelt 1802, (* 25.08.1744 in Mohrungen, Preußen – † 18.12.1803 in Weimar, Sachsen-Weimar) wirkte hier 1771–76 als Hofprediger.