Helmuth Graf von Moltke

Helmuth Graf von Moltke

Preußischer Generalfeldmarschall und Chef des Generalstabes.

Helmuth von Moltke

Helmuth Karl Bernhard von Moltke

* 26.10.1800 in Parchim, † 24.04.1891 in Berlin. Preußischer Generalfeldmarschall und Chef des Generalstabes.

Moltke, „der große Schweiger“, war nach Napoleon I. das strategische Genie des 19. Jahrhunderts.

Helmuth Karl Bernhard von Moltke wurde am 26. Oktober 1800 in Parchim (Mecklenburg-Schwerin) geboren. 

Parchim i. M., Langestraße mit Geburtshaus Molkes
Parchim i. M., Langestraße mit Geburtshaus Molkes

Er war zunächst im dänischen, seit 1822 im preußischen Militärdienst. 1835 reiste er nach dem Orient und nahm an den militärischen Reformen in der Türkei sowie 1839 am Feldzug gegen Mehemed Ali in Syrien teil. 1840 kehrte er nach Berlin zurück und wurde 1848 Chef des Generalstabes des 4. Armeekorps. 1855 wurde er zu Adjutant des Prinzen Friedrich Wilhelm (späteren Kaiser Friedrich III.), 1858 Chef des preußischen Generalstabes. 

Generalfeldmarschall Graf Helmuth von Moltke
Generalfeldmarschall Graf Helmuth von Moltke

Dieser wurde durch ihn aus einem militär-technischen Büro zu der die Kriegsführung vorbereitenden und leitenden Stelle des Heeres. Das Kriegsministerium, mit Verwaltungsaufgaben, trat an zweite Stelle. Seine größte Leistung war die Einleitung des Feldzuges während des Deutschen Krieges von 1866 (Einmarsch in getrennten Kolonnen gegen die versammelte österreichisch-sächsische Armee: „Getrennt marschieren, vereint schlagen„).

Helmuth von Moltke
Helmuth Graf von Moltke

Moltkes Leitung des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 ist charakteristisch durch das Bestreben, den Anfangserfolg zu sichern (im Gegensatz zu Schliffen), ferner durch die Freiheit, die die Heeresleitung den unteren Führern gewährt (im Gegensatz zu Napoleon).

Moltke wurde 1866 General der Infanterie, am 28. Oktober 1870 in den erblichen Grafenstand erhoben, 1871 Generalfeldmarschall, 1888 Präsens der Landesverteidigungskommission. Sein Nachfolger in der Stelle Chef des Generalstabes wurde 1888 Alfred Graf von Waldersee.

"Der Floh", Wien 26. August 1888 - Moltke an seinen Nachfolger: Meine "Ordre de bataille, lieber Graf Waldersee, im Leben wie im Dienste hat immer gelautet: "Man muß Alles im Kopfe, man kann Manches auf dem Herzen, aber man darf nichts auf der Zunge haben."
"Der Floh", Wien 26. August 1888 - Moltke an seinen Nachfolger: Meine "Ordre de bataille, lieber Graf Waldersee, im Leben wie im Dienste hat immer gelautet: "Man muß Alles im Kopfe, man kann Manches auf dem Herzen, aber man darf nichts auf der Zunge haben."

Seit 1867 war er Mitglied der Norddeutschen und Deutschen Reichstags (konservativ), seit 1872 auch des preußischen Herrenhauses. Helmuth von Moltke starb am 24. April 1891 in Berlin und wurde in Kreisau beigesetzt.

Moltkes berühmtestes Zitat: „Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.

Helmuth von Moltke
Helmuth von Moltke
Helmuth von Moltke
Helmuth von Moltke
Helmuth von Moltke
Helmuth von Moltke
Helmuth von Moltke
Helmuth von Moltke
Helmuth von Moltke
Helmuth von Moltke

von Moltke schrieb:

  • „Briefe über die Zustände und Begebenheiten in der Türkei 1835-39 (1841; 7. Auflage 1911)
  • „Der russisch-türkische Feldzug 1828-29 (1845; 2. Auflage 1877)
  • „Briefe aus Rußland“ (1877; 4. Auflage 1893)
  • Gesammelte Werke
Berlin, Moltke-Denkmal

Am 24. Oktober 1904 wurden in Berlin die Denkmäler für den preußischen Generalstabschef Helmuth Graf von Moltke und den preußischen Kriegsminister Albrecht Graf von Roon auf dem Königsplatz (Platz der Republik, Tiergarten) vor dem Reichstag eingeweiht. Am 1. April 1938 erfolgte die Umsetzung zum Großen Stern.

Berlin, Moltke-Denkmal, 2005
Berlin, Moltke-Denkmal, 2005

Zu Ehren Helmuth von Moltkes wurden zwei Kriegsschiffe der Kaiserlichen Marine benannt:

Quellenhinweise:

  • „Meyers Konversations-Lexikon“ 5. Auflage in 17 Bänden 1893 – 1897
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 24 Bänden Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1906 – 1908
  • „Meyers Kleines Konversations-Lexikon“, 7. Auflage in 6 Bänden Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1908

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