Frauenburg

Frauenburg in Ostpreußen im Königreich Preußen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Frauenburg 2492 Einwohner – 1900 (Städte im Kaiserreich)

Frauenburg, Opr. Markt mit katholischer Kirche.
Frauenburg, Opr. Markt mit katholischer Kirche.

Neben der Stadt Frauenburg in Ostpreußen existiert in Österreich:

  • Frauenburg, eine große Burgruine bei Unzmarkt in Steiermark, Wohnsitz des Minnesingers Ulrich von Liechtenstein.

Frauenburg in Ostpreußen im Königreich Preußen

Frauenburg ist eine Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Ostpreußen, Regierungsbezirk Königsberg, Kreis Braunsberg.

Landkarte Ostpreussen
Ostpreussen

Die Stadt liegt am Ostufer des Frischen Haffs und an der Eisenbahn ElbingBraunsberg.

Frauenburg (Ostpr.). Hafeneinfahrt.
Frauenburg (Ostpr.). Hafeneinfahrt.

Frauenburg hat eine evangelische und 2 katholische Kirchen, ein Warendepot der Reichsbank, eine Dampfmahl- und Dampfschneidemühle, Bierbrauerei, Handelsgärtnerei und Baumschule und einen Hafen.

Frauenburg. Westteil des Domhofes von O. n. W.
Frauenburg. Westteil des Domhofes von O. n. W.

Im Jahr leben hier 2492 meist katholische Einwohner. Unmittelbar dabei Dom-Frauenburg, Sitz des Bischofs von Ermland (Ermeland) und eines Domkapitels, mit 200 Einwohnern und der 1329 gegründeten Domkirche mit dem Grabmal des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Frauenburg, Ostpr. Inneres vom Dom.
Frauenburg, Ostpr. Inneres vom Dom.

Frauenburg ist 1287 angelegt und erhielt 1310 Stadtrecht. Am 9. Februar 1945 wurde Frauenburg während der Eroberung durch die Rote Armee zu 80 % zerstört.

Frauenburg. Domkirche spätgotischer Flügelaltar 1504.
Frauenburg. Domkirche spätgotischer Flügelaltar 1504.

Die deutsche Bevölkerung, soweit nicht ermordet oder verschleppt, wurde vertrieben. Das südliche Ostpreußen stellten die Alliierten unter polnische Verwaltung, die Stadt Frauenburg erhielt den polonisierten Namen Frombork.

Frombork, deutsch Frauenburg, ist heute eine Stadt in Polen mit rund 2300 Einwohnern (2020).

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911
  • „Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948: Das letzte Kapitel unbewältigter Vergangenheit“ von Heinz Nawratil, Universitas 2007
Reichsadler 1889-1918

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