Rosheim

Rosheim i. Els., Hauptstraße
Rosheim i. Els., Hauptstraße

Rosheim im Reichsland Elsaß-Lothringen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Rosheim 3169 Einwohner – 1905 (Städte im Kaiserreich)

Rosheim, Hauptstraße
Rosheim, Hauptstraße

Rosheim im Reichsland Elsaß-Lothringen

Rosheim ist eine Stadt und Kantonshauptort im Reichsland Elsass-Lothringen, Bezirk Unterelsaß, Kreis Molsheim.

Landkarte Elsass-Lothringen, Baden, Württemberg, Pfalz
Landkarte Elsass-Lothringen, Baden, Württemberg, Pfalz

Rosheim liegt am Fuße der Vogesen und ist Knotenpunkt der Eisenbahnen SchlettstadtZabern und Rosheim-St. Nabor. Rosheim ist noch mit Mauern umgeben, hat 2 katholische Kirchen, eine Synagoge, ein altes Schloß, ein Kloster, ein Amtsgericht, eine Mineralquelle (gegen Gicht gebraucht), Buntweberei, Färberei, ein Dampfsägewerk, Wein- und Hopfenbau. Im Jahr 1905 leben in Rosheim 3169 meist katholische Einwohner. Rosheim, unter den Hohenstaufen ein Burgflecken, erhielt noch im 13. Jahrhundert Stadtrechte.

Rosheim ,Oberstadt
Rosheim, Oberstadt

Als Elsaß im Vertrag von Mersen 870 dem ostfränkischen Reich zufiel, wurde es dem Herzogtum Schwaben zugeteilt, dessen Herzöge bis zum Erlöschen des staufischen Hauses 1268 auch den Titel eines Herzogs von Elsaß führten. Schon im 12. Jahrhundert begann das Land zwischen Wasgau und Rhein in eine große Zahl selbständiger reichsunmittelbarer Herrschaften und Städte zu zerfallen; als Vertreter der Reichsgewalt waren Landgrafen und Reichsvögte bestellt.

Rosheim, Löwentor
Rosheim, Löwentor

Die Landgrafschaft im oberen Elsaß (Sundgau) besaßen seit dem 13. Jahrhundert die Grafen von Habsburg, im untern Elsaß (Nordgau) die Grafen von Öttingen. Die Landgrafschaft verlor im 14. Jahrhundert ihre Bedeutung, und die damit verbundenen Güter und Rechte wurden an das Bistum Straßburg verkauft. Einen größeren Einfluss behaupteten die Reichsvögte, deren Amt auch meist im Besitz der Habsburger war.

Rosheim, Hauptstraße mit Oberkirche
Rosheim, Hauptstraße mit Oberkirche

Solange die Reichsgewalt im Elsaß mächtig war, begünstigte sie die Reichsstädte, außer Straßburg gab es zehn: Hagenau, Colmar, Schlettstadt, Weißenburg, Oberehnheim, Rosheim, Mülhausen, Kaysersberg, Türkheim und Münster.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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