Burg bei Magdeburg

Stadt im Königreich Preußen, Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Magdeburg, Kreis Jerichow I

Burg 23.493 Einwohner – 1905 = 186. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Burg, Breiteweg
Burg, Breiteweg

 

Neben der Stadt Burg an der Ihle bzw. Burg bei Magdeburg existieren im Deutschen Reich (Kaiserreich):

  1. Burg, Stadt im Königreich Preußen, Provinz Rheinland, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreis Lennep, an der Wupper, Knotenpunkt der Kleinbahnen Wermelskirchen-Burg und Sonnborn-Burg, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Maschinen-, Kleineisenwaren-, Wolldecken- und Papierfabrikation, Metallgießerei und (1900) 1482 Einwohner Das verfallene ehemalige Schloß, bis zum 13. Jahrhundert Residenz der Grafen von Berg, ist wieder aufgebaut und enthält ein Museum bergischer Altertümer. Burg wurde 1825 Stadt.
  2. Burg, Stadt im Königreich Preußen, Provinz Schleswig-Holstein, Regierungsbezirk Schleswig, Kreis Oldenburg, Hauptort der Insel Fehmarn, hat eine evangelische Kirche, Amtsgericht, Nebenzollamt I, Hafen, Seebad und (1900) 2911 Einwohner. Der Seeverkehr belief sich 1901 auf 487 Schiffe.
  3. Burg, Kirchspiel im Königreich Preußen, Provinz Schleswig-Holstein, Regierungsbezirk Schleswig, Kreis Süderdithmarschen, am Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nordostseekanal), hat eine evangelische Kirche und (1900) 3460 Einwohner.

 

Burg an der Ihle bzw. Burg bei Magdeburg

Burg ist eine Stadt im Königreich Preußen, Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Magdeburg, Kreis Jerichow I, am Ihlekanal, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Berlin-Magdeburg und der Kreis Jerichower Kleinbahnen. Die Stadt hat 3 evangelische und eine katholische Kirche, Denkmäler von Kaiser Wilhelm I., Kaiser Friedrich und Bismarck. In Burg befinden sich ein Gymnasium, Waisenhaus, Landratsamt des Kreises Jerichow I, Amtsgericht, Hauptsteueramt, Tuch-, Schuhwaren-, Handschuh-, Leisten-, Zigarren-, Präserven-, Leder-, Dachpappen- und Maschinenfabrikation, Eisengießerei, Wollwäscherei, chemische Fabriken, Möbeltischlerei etc.

Im Jahr 1900 leben hier mit der Garnison (ein Feldartillerieregiment Nr. 40) 22.432 Einwohner, der Großteil sind Evangelische, 1013 sind Katholiken.

Burg, wahrscheinlich wendischen Ursprungs, gehörte schon Anfang des 13. Jahrhunderts zum Erzbistum Magdeburg, kam 1635 durch den Prager Frieden an Kursachsen und von diesem 1687 an Brandenburg. Seit 1688 trug die Einwanderung vertriebener Franzosen, Wallonen und Pfälzer viel zur Anhebung der städtischen Industrie bei.