Stargard (seit 1929: Burg Stargard)

Stargard i. M., Markt mit Post, Rathaus und Neubrandenburger Straße
Stargard i. M., Markt mit Post, Rathaus und Neubrandenburger Straße

Stargard (seit 1929: Burg Stargard) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Stargard 2328 Einwohner – 1905 (Städte im Kaiserreich)

Stargard in Mecklenburg, vom Trendelbrink aus
Stargard in Mecklenburg, vom Trendelbrink aus

Neben der Stadt Stargard an der Linde ist eine Stadt im Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz existiert im Deutschen Reich (Kaiserreich):

 

Stargard an der Linde, Stargard in Mecklenburg, seit 1929: Burg Stargard im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin

Stargard an der Linde ist eine Stadt im Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz.

Stargard liegt an der Staatsbahnlinie BerlinStralsund, hat eine evangelische Kirche, Amtsgericht, Domanialamt, Furniertischlerei, Böttcherei, Wollspinnerei, Tuchmacherei, 5 Dampfschneidemühlen und eine Walkmühle. Im Jahr 1905 leben in Stargard 2328 evangelische Einwohner. Dabei auf steiler Höhe die alte Burg Stargard mit Wartturm.

Stargard i. M., Markt mit Post, Rathaus und Neubrandenburger Straße
Stargard i. M., Markt mit Post, Rathaus und Neubrandenburger Straße

Bei einer aus slawischer Zeit stammenden Burg entstand unter markgräflich brandenburgischer Botmäßigkeit als Mittelpunkt des Landes Stargard nach 1200 eine Stadt, die 1259 Stadtrecht erhielt und 1299 an die Herzöge von Mecklenburg überging. Mit ihrem 1516 genannten Rat blieb sie dem landesherrlichen Amt unterworfen. Wie war mit Wall und Planken umgeben, ihre Kirche gehörte zum Bistum Havelberg.

Stargard i. M., Blick vom Schäferstein
Stargard i. M., Blick vom Schäferstein

Das Ackerbürgerstädtchen betrieb auch etwas Tuchmacherei und Schuhmacherei, 1829 zählte es 1391 Einwohner. 1877 erhielt es Bahnverbindung nach Neubrandenburg und Neustrelitz. Nach 1880 entstanden kleinere Industriebetriebe: eine Dampfmühle, drei Baumwollspinnereien, eine Preßhefefabrik, vier Sägewerke, eine Seidenspinnerei und eine Ziegelei.

Stargard i. M., Burghof
Stargard i. M., Burghof

Die bereits 1926 diskutierte Idee der Umbenennung der Stadt wird 1928 zum Beschluss erhoben. Seit 1929 nennt sich die Stadt offiziell Burg Stargard. Die behördliche Einführung des neuen Stadtnamens dauerte noch bis 1931.

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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