Preußisch-Stargard, Marktplatz

Preußisch Stargard

Preußisch Stargard in Westpreußen im Königreich Preußen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Preußisch Stargard 10.485 Einwohner – 1905 (Städte im Kaiserreich)

Preußisch-Stargard, Marktplatz mit Hotel Vorbach
Preußisch-Stargard, Marktplatz mit Hotel Vorbach

Neben der Stadt Stargard, Preußisch-Stargard im Königreich Preußen, Provinz Westpreußen, Regierungsbezirk Danzig existiert im Deutschen Reich (Kaiserreich):

  1. Stargard in Pommern ist eine Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stettin, mit im Jahr 1905 = 26.908 Einwohner.
  2. Stargard an der Linde (seit 1929: Burg Stargard) eine Stadt im Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz mit im Jahr 1905 = 2328 evangelische Einwohner.

 

Preußisch Stargard in Westpreußen im Königreich Preußen

Stargard bzw. Preußisch-Stargard ist eine Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Westpreußen, Regierungsbezirk Danzig und liegt an der Ferse.

Die Stadt ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Schneidemühl-Güldenboden, Schmentau-Preußisch-Stargardt und Schöneck i. W.-Preußisch-Stargard. Preußisch-Stargard hat eine evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, ein Denkmal Kaiser Wilhelms I., Gymnasium, Präparandenanstalt, Amtsgericht, Hauptsteueramt, Nebenstelle der Reichsbank, Eisengießerei, Kupferschmiede,

Preußisch-Stargard, Kreishaus
Preußisch-Stargard, Kreishaus

Schnupftabak-, Möbel-, Schuhwaren-, Spiritus- und Essigfabrikation, Holzbearbeitungsanstalt, große Mühlen und Bierbrauerei. Im Jahr 1905 leben in Preußisch-Stargard mit der Garnison (eine Abteilung Feldartillerie Nr. 72) 10.485 Einwohner, die knappe Mehrheit sind Katholiken, 4252 sind Evangelische und 352 Juden.

Preußisch-Stargard, Bahnhofstraße
Preußisch-Stargard, Bahnhofstraße

Nach dem Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) bestimmte der Versailler Vertrag bestimmte 1919 die Abtretung der Provinzen Posen und Westpreußen an Polen. Nur kleine Teile der Provinzen verblieben bei Deutschland. Diese wurde als Grenzmark Posen-Westpreußen zusammengefasst und Schneidemühl die neue Provinzhauptstadt. Die Polen unterdrückten im ganzen Land massiv ihre nationalen Minderheiten. Durch Zwangsvertreibungen und andere Repressalien ging in Westpreußen der deutsche Bevölkerungsanteil zurück. Die Polen nennen die Stadt nun Starogard Gdański.

Preußisch-Stargard, Bahnhof
Preußisch-Stargard, Bahnhof

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911
  • „Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948: Das letzte Kapitel unbewältigter Vergangenheit“ von Heinz Nawratil, Universitas 2007

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Oliva

 

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