Städte im Fürstentum Waldeck
Das Fürstentum Waldeck und Pyrmont ist ein Bundesstaat des Deutschen Reichs, 1121 km² groß, besteht aus dem eigentlichen
- Fürstentum Waldeck (1055 km², 1905: 49.973 Einwohner) und dem
- Fürstentum Pyrmont (66 km², 1905: 9162 Einwohner)
Das Land ist im westlichen Teil Hügel-, im östlichen Gebirgsland (Rheinisch-westfälisches Schiefergebirge), bewässert von Eder, Diemel.
Nach der Verfassung von 17. August 1852 ist Waldeck eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der Landtag besteht aus 15 indirekt gewählten Abgeordneten (auf 3 Jahre). In den Reichstag entsendet Waldeck 1 Abgeordneten. Die Verwaltung des Landes ging durch Akzessionsvertrag vom 18. Juli 1867 an das Königreich Preußen über, das im Einverständnis mit dem Fürsten einen Landesdirektor ernennt.
Die Einteilung des Landes erfolgt in 4 Kreise (Kreis der Twiste, des Eisenberges, der Eder, Pyrmont).
Nach einer Volksabstimmung von 1929 schloss sich Waldeck Preußen an und wurde so ein Bestandteil der Provinz Hessen-Nassau (Pyrmont bereits 1922 als Bestandteil Westfalens). Waldeck ist heute ein Teil Hessens und Pyrmont Niedersachsens.
Städte in Waldeck und Pyrmont (Auswahl):
Arolsen, Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Waldeck. Im Jahr 1900 leben hier 2734 Einwohner.
Korbach (Corbach), Kreisstadt, an der Itter. Im Jahr 1900 leben hier 2610 Einwohner.
Pyrmont, Hauptstadt des zu Waldeck gehöriges Fürstentum, berühmter Badeort, an der Emmer. Im Jahr 1900 leben hier 1483 Einwohner.
Wildungen (Nieder-Wildungen), Stadt und Bad, an der Wilde. Im Jahr 1905 leben hier 3717 Einwohner.
Quellenhinweise:
- „Meyers Konversations-Lexikon“ 5. Auflage in 17 Bänden 1893 – 1897
- „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 24 Bänden Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1906 – 1908
- „Meyers Kleines Konversations-Lexikon“, 7. Auflage in 6 Bänden Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1908
- „Kleine Deutsche Staatskunde“, E. Stutzer – Dresden und Berlin, 1910
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