Niederwildungen, seit 1906 Bad Wildungen

Stadt im Fürstentum Waldeck

Niederwildungen (seit 1906 Bad Wildungen) 3717 Einwohner – 1905 (Städte im Kaiserreich)

Bad Wildungen, Brunnenallee
Bad Wildungen, Brunnenallee

 

Niederwildungen (seit 1906 Bad Wildungen)

Niederwildungen (seit 1906 Bad Wildungen) ist eine Stadt und besuchter Badeort im Fürstentum Waldeck. Sie liegt 277 Meter über dem Meer, im Kreis der Eder und an der Staatsbahnlinie Wabern-Wildungen.

Die Stadt hat eine evangelische und eine katholische Kirche, die erstere mit schönen Denkmälern der Grafen Samuel von Waldeck (* 02.05.1528 auf Schloss Waldeck – † 06.01.1570 auf Schloss Friedrichstein in Alt-Wildungen), Josias Graf Waldeck (* 31.07.1636 – † 29. Juli 1669 auf Kreta) und des Fürsten Karl August Friedrich zu Waldeck-Pyrmont (* 24.09.1704 in Hanau – † 19.08.1763 in Arolsen) , ein Schloss (Wohnsitz des Prinzen Heinrich zu Waldeck und Pyrmont), eine Realschule, ein Waisenhaus, ein Kreisamt, ein Amtsgericht, eine Spezialkommission und Versand von Mineralwasser (1904: 1,4 Mill. Flaschen). Im Jahr 1905 leben hier 3717 Einwohner, davon 118 Katholiken und 112 Juden. In der Nähe liegt Altwildungen, eine Stadt mit evangelischer Kirche, dem Bergschloss Friedrichstein. Im Jahr 1905 leben hier 616 Einwohner.

Die Mineralquellen, acht an der Zahl, sind teils erdig-salinische Eisenwässer (wie der Stahlbrunnen), teils erdige Mineralwässer von 10–11,5°C Temperatur und werden vorzugsweise bei Blasenkatarrh. Nierenleiden umd Steinbildung gebraucht, gegen ersteres Leiden wird vorzugsweise die Georg-Viktorquelle, gegen die letztere die Helenenquelle verwandt. Eine der Helenenquelle an Wirkung ähnliche ist die in Privatbesitz befindliche Königsquelle. Das Bad liegt 10 Minuten vom Städtchen entfernt; es war bereits im 15. Jahrhundert besucht, geriet in Vergessenheit und hob sich erst wieder seit 1856. Im Jahr 1904 betrug die Zahl der Kurgäste 8930.

 

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