Lienz

Lienz, Spitzkofel (2718 m) und Lienzer Dolomiten
Lienz, Spitzkofel (2718 m) und Lienzer Dolomiten

Lienz in Tirol im Kaisertum Österreich, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Lienz 4278 Einwohner (1900), Städte der Österreichisch-Ungarischen Monarchie

Lienz, Kaiser Josef-Platz mit Lieburg
Lienz, Kaiser Josef-Platz mit Lieburg

Lienz in Tirol im Kaisertum Österreich

Lienz (spr. lī-enz) ist eine Stadt im Kaisertum Österreich, Gefürstete Grafschaft Tirol.

Tirol und Vorarlberg, Nationalitäten- und Sprachen-Karte 1900 (Prof. Hickmann's geographisch-statistischer Taschenatlas von Österreich-Ungarn)
Tirol und Vorarlberg, Nationalitäten- und Sprachen-Karte 1900 (Prof. Hickmann’s geographisch-statistischer Taschenatlas von Österreich-Ungarn)

Lienz liegt 673 Meter über dem Meer, nahe der Grenze Kärntens, in weiter Talebene am Einfluss der Isel in die Drau und an der Südbahnlinie Marburg-Franzensfeste gelegen. Die Stadt Lienz ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat ein stattliches Schloss (Lieburg, aus dem 16. Jahrhundert) mit zwei Türmen, jetzt Amtshaus, eine gotische Pfarrkirche (13. Jahrhundert), Bierbrauerei und Likörfabrik. Im Jahr 1900 leben in Lienz 4278 Einwohner.

Lienz, Franziskaner-Kloster und Pfarrkirche
Lienz, Franziskaner-Kloster und Pfarrkirche

Lienz ist als Sommerfrische und als Ausgangspunkt für Touren in die Hohen Tauern und in die südlich gelegenen Lienzer Dolomiten (Sandspitze 2863 m, Keilspitze 2748 m, Spitzkofel 2718 m, Hochstadl 2678 m) viel besucht. In der Umgebung befinden sich die Badeanstalten Leopoldsruhe und Jungbrunn, 2 km nordwestlich das schöne Schloss Bruck mit 50 m hohem Turm und westlich der von der Drau durchbrochene Engpass der Lienzer Klause, 1809 von den Tirolern erfolgreich verteidigt.

Lienz, Kaiser Franz Josef Kaserne
Lienz, Kaiser Franz Josef Kaserne

In der Nähe stand einst die norische Stadt Aguontum. Lienz ist der Geburtsort des Geschichtsschreibers Beda Weber (* 26. Oktober 1798 in Lienz – † 28. Februar 1858 in Frankfurt am Main).

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • „Allgemeines Ortschaften-Verzeichnis der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder“, Wien 1902
  • „Andrees neuer allgemeiner und österreichisch-ungarischer Handatlas“, 1904
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Österreichs Hort – Geschichts- und Kulturbilder aus den Habsburgischen Erbländern“, 1908
  • „Österreichische Bürgerkunde – Handbuch der Staats und Rechtskunde“ um 1910
  • „Mein Österreich – Mein Heimatland“ 1915

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