Tabor

Tábor, Náměstí (Marktplatz)
Tábor, Náměstí (Marktplatz)

Tabor in Böhmen im Kaisertum Österreich, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Tabor 10.703 Einwohner (1900), Städte der Österreichisch-Ungarischen Monarchie

Tábor, Náměstí (Marktplatz)
Tábor, Náměstí (Marktplatz)

Tabor in Böhmen im Kaisertum Österreich

Tabor ist eine Stadt in Böhmen im Kaisertum Österreich.

Böhmen, Nationalitäten- und Sprachen-Karte 1900 (Prof. Hickmann's geographisch-statistischer Taschenatlas von Österreich-Ungarn)
Böhmen, Nationalitäten- und Sprachen-Karte 1900 (Prof. Hickmann’s geographisch-statistischer Taschenatlas von Österreich-Ungarn)

Tabor liegt 440 m ü. M., auf einer steilen Anhöhe, zwischen der Luschnitz, über die eine neue eiserne Brücke führt und dem Jordanteich. Tabor ist  Knotenpunkt der Staatsbahnlinien WienGmündPrag, Iglau-Tabor, Tabor-Pisek und der elektrischen Lokalbahn Tabor-Bechin. Tabor ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft, eines Kreisgerichts und einer Finanzbezirksdirektion.

Tabor, Totalansicht
Tabor, Totalansicht

Die Stadt Tabor hat eine schöne gotische Dechauteikirche (1516) mit einem zinnernen Taufbecken (1472) und 84 m hohem Turm, ein gotisches Rathaus (1521), mittelalterliche Stadtmauern mit Türmen, ein Denkmal Žiškas (1877), eine neue Synagoge, hübsche Anlagen, eine Badeanstalt, ein Obergymnasium, Oberrealschule, landwirtschaftliche Akademie, Museum, Theater, Sparkasse, ein Krankenhaus, eine ärarische Tabakfabrik, Bierbrauerei, Malzfabrik, Gerberei, Handschuhmacherei, Perlmutterknopffabrik, Kunstmühlen, Steinbearbeitung, starken Vieh- und Getreidehandel.

Tabor, Hlavní náměstí (Hauptplatz)
Tabor, Hlavní náměstí (Hauptplatz)

Im Jahr 1900 leben in Tabor 10.703 tschechische Einwohner. Die Stadt Tabor wurde 1420 von den Hussiten als Wehranlage bzw. verschanztes Lager (Tábor) erbaut. Westlich liegt die Wallfahrtskirche Klokot.

Tabor, celkový pohled (Totalansicht)
Tabor, Celkový pohled (Totalansicht)

Tabor (tschechisch Tábor) ist heute eine Stadt in der Tschechischen Republik.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • „Allgemeines Ortschaften-Verzeichnis der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder“, Wien 1902
  • „Andrees neuer allgemeiner und österreichisch-ungarischer Handatlas“, 1904
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Österreichs Hort – Geschichts- und Kulturbilder aus den Habsburgischen Erbländern“, 1908
  • „Österreichische Bürgerkunde – Handbuch der Staats und Rechtskunde“ um 1910
  • „Mein Österreich – Mein Heimatland“ 1915

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