Roda, S.-A., seit 1925 Stadtroda

Stadt im Herzogtum Sachsen-Altenburg, Westkreis

Roda 4068 Einwohner – 1905 (Städte im Kaiserreich)

Roda, S.A., Städtisches Bad
Roda, S.A., Städtisches Bad

 

Roda, S.-A. (seit 1925 Stadtroda)

Roda ist eine Stadt und Luftkurort im Stadt im Herzogtum Sachsen-Altenburg, Westkreis. Sie liegt an der Roda (Nebenfluss der Saale) und 191 Meter über dem Meer, sowie an der 1876 erbauten Staatsbahnlinie Weimar-Gera. Die Stadt hat eine evangelische Kirche, ein herzogliches Schloss, eine Klosterruine, eine Baugewerkschule, ein Genesungshaus (Irren- und Idiotenanstalt und Krankenhaus), ein Amtsgericht, ein Landratsamt, Zigarrenfabrikation und Bierbrauerei. Im Jahr 1905 leben hier 4068 Einwohner.

Vor 1247 gründeten die Herren von Lobdeburg das Zisterzienser-Nonnenkloster. Im Anschluss daran entwickelte sich in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts die 1333 genannte Stadt als planmäßig, ummauerte Anlage um den alten Markt mit der Heiligenkreuzkirche. 1333 fiel sie an den Grafen von Schwarzburg, 1396 an die Wettiner. Der Rat wurde 1403, der Bürgermeister 1434 genannt, ihnen wurden 1556 die Niedergerichte und bis 1574 auch die Obergerichte übertragen, Im späten Mittelalter entstanden neben der höher gelegenen älteren Stadt die neue Unterstadt, in die sich das Schwergewicht des städtischen Lebens verlagerte. Das nach 1500 erbaute Schloss diente als Amtshaus, als Residenz für sächsische Prinzen und als Rathaus. Das Kloster wurde nach der Reformation 1531 aufgehoben, 1529 wurde die Stadtschule eröffnet. 1485 kam die Stadt an die Ernestiner, 1603 an Sachsen-Altenburg, 1672 an Sachsen-Gotha, 1680 an Sachsen-Eisenberg, 1707 an Sachsen-Altenburg bis 1916. Seit 1831 war sie lange Zeit Sitz einer Kreisverwaltung, 1837 gab es 2679 Einwohner. 1865 entstand eine Kammgarnspinnerei, 1877 eine Holzwarenfabrik, auch der Fremdenverkehr kam auf. 1925 wurde die seit 1482 den Namen Roda führende Stadt in Stadtroda umbenannt.