Neuruppin, Altruppin

Neuruppin, See mit Klosterkirche
Neuruppin, See mit Klosterkirche

Neuruppin, Altruppin im Königreich Preußen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Neuruppin 18.555 Einwohner – 1905, Stadt im Deutschen Reich

Neuruppin, Kriegerdenkmal
Neuruppin, Kriegerdenkmal

Neuruppin in Brandenburg im Königreich Preußen

Neuruppin ist eine Stadt im Königreich Preußen, Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Potsdam, liegt am Ruppiner See, ist Knotenpunkt der Eisenbahnen Paulinenaue-Neuruppin, Wittstock-Kremmen und der Ruppiner Kreisbahn.

Landkarte Brandenburg
Landkarte Brandenburg

Nach dem großen Brand von 1787 wurde Ruppin durch König Friedrich Wilhelm II. von Preußen schön und regelmäßig wieder aufgebaut. Neuruppin hat 3 evangelische Kirchen (darunter die Klosterkirche aus dem 13. und 14. Jahrhundert), 2 evangelische Kapellen, eine katholische Kirche, einen Methodistenbetsaal, eine Synagoge, Denkmäler Friedrich Wilhelms II. und des hier geborenen Baumeisters Schinkel und ein Kriegerdenkmal.

Neuruppin, Seepanorama
Neuruppin, Seepanorama

An Einrichtungen verfügt die Stadt Neuruppin über ein Gymnasium, evangelisches Schullehrerseminar, Provinzial-Irrenanstalt, Landgericht, Hauptsteueramt, Nebenstelle der Reichsbank, Stärke-, Bilderbogen-, Bürsten-, Treibriemen- und Feuerlöschgerätefabrikation, Eisengießereien und Maschinenfabriken, große lithographische Anstalten, Dampfschneidemühlen, besuchte Pferde- und Viehmärkte.

Neuruppin, Stadtansicht
Neuruppin, Stadtansicht

Im Jahr 1905 leben in Neuruppin mit der Garnison (ein Infanterieregiment Nr. 24) 18.555 Einwohner, der Großteil sind Evangelische, 1058 sind Katholiken und 98 Juden. Zum Landgerichtsbezirk Ruppin gehören die 15 Amtsgerichte zu Fehrbellin, Gransee, Havelberg, Kremmen, Kyritz, Lenzen, Lindow, Meyenburg, Perleberg, Pritzwalk, Rheinsberg, Ruppin, Wittenberge, Wittstock und Wusterhausen a. D. Ruppin erhielt 1256 Stadtrecht.

Neuruppin, Schinkeldenkmal
Neuruppin, Schinkeldenkmal

Altruppin in Brandenburg im Königreich Preußen

Nordöstlich von Neuruppin liegt die Stadt und der Luftkurort Altruppin, am Einfluss des Rhin in den Ruppiner See und an der Ruppiner Kreisbahn. Altruppin hat eine evangelische Kirche aus dem 15. Jahrhundert, eine Oberförsterei, Glacéleder- und Lohgerberei, Bürstenfabrikation, Dampfsägemühlen, Ziegel- und Kalkbrennerei und Schifffahrt. Im Jahr 1905 leben hier 1813 Einwohner, fast alle sind Evangelische, nur 26 sind Katholiken.

Altruppin, Partie am Rhin
Altruppin, Partie am Rhin

Die ehemalige Grafschaft Ruppin umfasste den größten Teil des heutigen Kreises Ruppin, gehörte einem Seitenzweig der Grafen von Barby und kam 1524 mit dem Tode des Grafen Wichmann an Brandenburg. Am 30. Dezember 1819 wurde hier Theodor Fontane (Dichter und Essayist) geboren.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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