Grado, Hafen

Grado (Gradus)

Grado in der Grafschaft Görz und Gradisca im Kaisertum Österreich, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Grado 3973 Einwohner (1900)

Grado
Grado

Neben der Stadt Grado in Österreich existiert:

  • Grado, ein Flecken in Spanien, Provinz Oviedo, Bezirk Pravia, in gebirgiger Gegend am Cubia (Nebenfluss des Nalon), mit im Jahr 1900 = 17.125 Einwohner. Zum Gemeindegebiet gehört Trubia, an der Eisenbahn Oviedo-Trubia, mit königlicher Geschützgießerei und Gewehrfabrik.

Grado (Gradus) in der Grafschaft Görz und Gradisca im Kaisertum Österreich

Grado ist eine Stadt im Kaisertum Österreich, Küstenland, gefürsteten Grafschaft Görz und Gradisca, Bezirkshauptmannschaft Gradisca.

Grado liegt auf einer Insel in den Lagunen westlich der Isonzomündung und ist durch einen Steindamm gegen die See geschützt, in Dampferverbindung mit Triest und Aquileja.

Grado, Hafen
Grado, Hafen

Grado hat eine Kathedrale aus dem 6. Jahrhundert mit Mosaikboden, bemerkenswerter Kanzel und Glockenturm, besuchte Seebäder (jährlich über 3000 Kurgäste), ein Seehospiz für skrofulöse Kinder und einen Hafen. Im Jahr 1900 leben in Grado 3973 italienische Einwohner, die hauptsächlich Fischerei und Sardinenbereitung betreiben.

Seebad Grado, Viale Gradonico
Seebad Grado, Viale Gradonico

Nachdem schon 452 der Patriarch von Aquileja vor den Hunnen hierher geflüchtet war, verlegte um 579 der Patriarch Paulinus, als Aquileja langobardisch geworden war, seinen Sitz hierhin. 1451 wurde der Sitz des Patriarchen von Grado nach Venedig übertragen.

Grado, Ansicht
Grado, Ansicht

Nach dem Ersten Weltkrieges (1914 – 1918) bestimmte der Vertrag von St.-Germain die Abtretung des gesamten Gebietes zusammen mit Istrien an Italien.

Grado ist heute eine Stadt in Italien.

Quellenhinweise:

  • „Allgemeines Ortschaften-Verzeichnis der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder“, Wien 1902
  • „Andrees neuer allgemeiner und österreichisch-ungarischer Handatlas“, 1904
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Österreichs Hort – Geschichts- und Kulturbilder aus den Habsburgischen Erbländern“, 1908
  • „Österreichische Bürgerkunde – Handbuch der Staats und Rechtskunde“ um 1910
  • „Mein Österreich – Mein Heimatland“ 1915

Seitenanfang

Parenzo →

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

Kommentar verfassen