Meerane in Sachsen

Meerane, Poststraße mit Kaiserlichen Postamt
Meerane, Poststraße mit Kaiserlichen Postamt

Meerane im Königreich Sachsen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Meerane 24.994 Einwohner – 1905 = 165. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Meerane in Sachsen, Neumarkt
Meerane in Sachsen, Neumarkt

Meerane im Königreich Sachsen

Meerane ist eine Stadt im Königreich Sachsen, Kreishauptmannschaft Chemnitz, Amtshauptmannschaft Glauchau.

Landkarte Königreich Sachsen, Thüringische Staaten
Landkarte Königreich Sachsen, Thüringische Staaten

Meerane liegt an der Staatsbahnlinie Gößnitz-Glauchau und 252 Meter über dem Meer. Die Stadt Meerane ist ein rasch aufblühender Fabrikort, hat eine alte, umgebaute und vergrößerte evangelische Kirche, ein Bismarckdenkmal. Im Jahr 1905 leben in Meerane 24.994 meist evangelische Einwohner.

Meerane, Poststraße mit Kaiserlichen Postamt
Meerane, Poststraße mit Kaiserlichen Postamt

Die bedeutende Industrie beschäftigt sich mit der Fabrikation von wollenen und halbwollenen Damenkleiderstoffen, mit Kammgarnspinnerei, Färberei, Appretur, Maschinen-, Dampfkessel-, Armaturen-, Kartonpapier-, Knopf-, Leder-, Webstuhl-, Zementwaren- und Schuhfabrikation. Außerdem hat Meerane eine chemische Fabrik, ein Elektrizitätswerk, Kalk- und Ziegelbrennerei, Maschinenstrickerei etc.

Meerane i. S., Bismarckplatz mit Bismarckdenkmal
Meerane i. S., Bismarckplatz mit Bismarckdenkmal

Der Handel in Meerane, unterstützt durch eine Nebenstelle der Reichsbank und eine Filiale der Sächsischen Bank in Dresden, hat Verbindung mit allen Ländern Europas, Amerika und dem Orient. Meerane hat eine Realschule mit Progymnasium, eine Web- und eine Handelsschule und ist Sitz eines Amtsgerichts.

Meerane, Bahnhof (Stadtseite)
Meerane, Bahnhof (Stadtseite)

Die städtischen Behörden von Meerane zählen 11 Magistratsmitglieder und 30 Stadtverordnete.
Mehrere größere Parkanlagen sind dem Meeraner Bürger Carl Wilhelm Wunderlich (1839 – 1893) zu verdanken, der sein beträchtliches Vermögen der Stadt hinterließ. 1909 wurde ihm von der Bürgerschaft ein Denkmal errichtet.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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