Glauchau in Sachsen

Schloss Glauchau von Westen
Schloss Glauchau von Westen

Glauchau im Königreich Sachsen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Glauchau 24.617 Einwohner – 1905 = 169. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Glauchau, Partie am Markt
Glauchau, Partie am Markt

Neben der Stadt Glauchau in Sachsen gibt es im Deutschen Reich (Kaiserreich):

Glauchau im Königreich Sachsen

Glauchau ist Amtshauptstadt im Königreich Sachsen, Kreishauptmannschaft Chemnitz (bis 1900 in der Kreishauptmannschaft Zwickau) und Hauptort der Schönburgschen Rezeßherrschaften.

Landkarte Königreich Sachsen, Thüringische Staaten
Landkarte Königreich Sachsen, Thüringische Staaten

Glauchau liegt an der Zwickauer Mulde und 264 Meter über dem Meer. Die Stadt ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Reichenbach i. V.-Chemnitz, Glauchau-Gößnitz und Glauchau-Wurzen. Glauchau hat 2 evangelische und eine katholische Kirche, 2 Schlösser des Grafen von Glauchau, ein Denkmal des Kaisers Wilhelm I., Realschule mit Progymnasium, höhere Webeschule, Bauschule, Waisenhaus, Amtsgericht, Nebenstelle der Reichsbank und ein amerikanisches Konsulat.

Glauchau, Markt mit Rathaus
Glauchau, Markt mit Rathaus

Im Jahr 1900 leben in Glauchau 25.677 Einwohner, größtenteils Evangelische, 527 sind Katholiken und 22 Juden. Von besonderer Wichtigkeit ist die Fabrikation wollener und halbwollener Damenkleiderstoffe mit bedeutender Ausfuhr nach Amerika etc.

Glauchau, Schloss
Glauchau, Schloss

Glauchau hat 24 Färbereien und Appreturanstalten, Druckerei, Spinnerei, Eisengießereien und Maschinenbauanstalten, Wagenbau, Papierfabriken, ein großartiges Mühlenetablissement, Bierbrauerei und Ziegelbrennerei.

Glauchau, Breite Straße
Glauchau, Breite Straße

Glauchau wird erstmalig 1256 urkundlich erwähnt und war Sitz der Herren von Schönburg. Im Hussitenkrieg wurde es 1430 verwüstet, sowie es auch öfters (bis 1712: 24mal) durch Feuer litt. Die Reformation fand 1542 Aufnahme in Glauchau. Es ist Geburtsort des Mineralogen Agricola.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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