Lüdenscheid in Westfalen im Königreich Preußen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.
Lüdenscheid 29.324 Einwohner – 1905 = 140. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.
Lüdenscheid in Westfalen im Königreich Preußen
Lüdenscheid ist eine Stadt im Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg, Kreis Altena, auf dem Bergrücken zwischen Lenne und Volme und 450 Meter über dem Meer.
Lüdenscheid ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Hagen-Lüdenscheid und der Schmalspurbahnen Altena-Lüdenscheid und Werdohl-Lüdenscheid. Lüdenscheid hat 2 evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, Kaiser Wilhelm I. -Denkmal und eine Bismarcksäule.
An Bildungsanstalten und sonstigen Einrichtungen verfügt die Stadt Lüdenscheid über ein Realgymnasium mit Realschule, Waisenhaus, Amtsgericht, Handelskammer und eine Nebenstelle der Reichsbank.
Lüdenscheid hat bedeutende Metallknopf-, Schnallen-, Haken-, Öfen-, Broschen-, Zündholzdosen-, Uhrgehäuse-, Harmonika-, Schirm- und Stockbeschläge-, Metallblech-, Maschinen-, Zinn-, Britannia- und Alfenidwarenfabrikation, Drahtwalzwerke, Dampfziegeleien etc., bedeutende Eisen- und Kurzwarenhandlungen.
Im Jahr 1900 leben in Lüdenscheid 25.509 Einwohner, der Großteil sind Evangelische, 3251 sind Katholiken und 161 Juden. Dabei die Landgemeinde Lüdenscheid, aus 224 Wohnplätzen bestehend, mit 9360 Einwohnern.
Lüdenscheid kam um 1200 an die Grafen von Altena und gehörte später zur Grafschaft Mark, mit der es im 17. Jahrhundert an Brandenburg fiel.
Lüdenscheid ist heute eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg, mit rund 71.000 Einwohnern (2021).
Bildergalerie
Quellenhinweise:
- Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
- „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
- „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
- „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
- „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
- „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911
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