Hörde

Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg

Hörde 28.461 Einwohner – 1905 = 146. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Hörde, Rathausplatz - Hochöfen
Hörde, Rathausplatz – Hochöfen

Hörde

Hörde ist Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg, liegt an der Emscher und 106 Meter über dem Meer. Sie ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Ruhrort-Holzwickede und Langendreer-Dortmund und mehrerer Kreisbahnen und außerdem mit Dortmund durch eine Straßenbahn verbunden.

Hörde hat eine evangelische und eine katholische Kirche, eine Synagoge, eine alte Burg von 1299, ehemals Sitz des Grafen von der Mark. Jetzt dient die Stadt Beamten der Hütten als Wohnung, hat Progymnasium, Amtsgericht und eine Nebenstelle der Reichsbank. Im Jahr 1900 leben hier 25.126 Einwohner, die Mehrheit sind Evangelische, 11.630 sind Katholiken und 347 Juden.

Hörde ist Sitz des Hörder Bergwerks- und Hüttenvereins mit großen industriellen Anlagen der Hermannshütte (Eisen- und Stahlgießerei, Puddel-, Hammer- und Walzwerke) und dem Eisenwerk (Hochöfen und Koksanstalten). Dazu die Steinkohlenzechen Schleswig und Holstein und mehrere Eisensteingruben. Die Zahl der Arbeiter betrug 1902/03 = 7694, die Produktion 697.000 Tonnen Kohlen und 756.350 Tonnen Eisenprodukte.

1340 wurde Hörde zur Stadt erhoben. Im 16. Jahrhundert wurde es durch Brände und im Dreißigjährigen Krieg stark zerstört.
Hörde wurde 1928 nach Dortmund eingemeindet.