Bartenstein Opr., Partie an der Alle mit Kreishaus

Bartenstein in Ostpreußen

Bartenstein in Ostpreußen im Königreich Preußen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Bartenstein 6805 Einwohner – 1900 (Städte im Kaiserreich)

Bartenstein Opr., Blick an der Eisenbahnbrücke auf die Stadt
Bartenstein Opr., Blick an der Eisenbahnbrücke auf die Stadt

Neben der Stadt Bartenstein in Ostpreußen existiert im Deutschen Reich (Kaiserreich):

  1. Bartenstein, eine Stadt im Königreich Württemberg, Jagstkreis, Oberamt Gerabronn. Sie liegt an der Ette, hat eine katholische Kirche und ein Residenzschloss des Fürsten Hohenlohe-Bartenstein. Im Jahr 1900 leben hier 699 Einwohner.

 

Bartenstein in Ostpreußen im Königreich Preußen

Bartenstein ist eine Stadt im Königreich Preußen, Provinz Ostpreußen, Regierungsbezirk Königsberg, Kreis Friedland. Sie liegt an der Alle und der Linie Pillau-Prostken der Ostpreußischen Südbahn.

Die Stadt Bartenstein hat 2 evangelische und eine katholische Kirche, eine Baptistenkapelle, Synagoge, Gymnasium, Unteroffiziervorschule, Waisenhaus, Landgericht, das Landratsamt des Kreises Friedland, Reichsbanknebenstelle, Spezialkommission, Eisengießerei und Maschinenfabrik, Wagen-, Kisten- und Ofenfabrikation, Wollspinnerei, Dampfmahl- und 2 Sägemühlen, Bierbrauerei und Getreidehandel. Im Jahr 1900 leben hier 6805 meist evangelische Einwohner.

Bartenstein, Blick auf die Stadt
Bartenstein, Blick auf die Stadt

Zum Landgerichtsbezirk Bartenstein gehören die 17 Amtsgerichte zu Barten, Bartenstein, Bischofsburg, Bischofstein, Domnau, Preußisch-Eylau, Friedland i. O., Gerdauen, Gutstadt, Heilsberg, Kreuzburg, Landsberg, Nordenburg, Rastenburg, Rössel, Schippenbeil und Seeburg.

Bartenstein Opr., Markt mit Heilsberger Tor
Bartenstein Opr., Markt mit Heilsberger Tor

Bartenstein wurde 1241 angelegt und nach der Zerstörung durch die Preußen 1279 wiederhergestellt; es war die Hauptstadt des alten Bartenlandes. Hier schlossen Preußen und Russland am 26. April 1807 einen Vertrag. Während des Ersten Weltkrieges (1914 – 1918) befand sich in Bartenstein das Hauptquartier des  Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg.

Bartenstein Opr., Partie an der Alle und Eisenbahnbrücke
Bartenstein Opr., Partie an der Alle und Eisenbahnbrücke

Am Ende des Zweiten Weltkrieges (1939 – 1945), im Januar 1945 wurde Bartenstein von der Roten Armee erobert und dabei zu ca. 60 % zerstört; im Sommer 1945 wurde es unter polnische Verwaltung gestellt und die verbliebenen deutschen Bewohner vertrieben. Die Polen nennen die Stadt nun Bartoszyce.

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911
  • „Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948: Das letzte Kapitel unbewältigter Vergangenheit“ von Heinz Nawratil, Universitas 2007

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