Amberg

Stadt im Königreich Bayern, Regierungsbezirk Oberpfalz und Regensburg und ehemalige Hauptstadt der Oberpfalz

Amberg 24.292 Einwohner – 1905 = 171. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Amberg. Marktplatz
Amberg. Marktplatz

 

Neben der Stadt Amberg (Oberpfalz) existieren im Deutschen Reich (Kaiserreich):

 

Amberg

Amberg ist unmittelbare Stadt im Königreich Bayern und ehemalige Hauptstadt der Oberpfalz, liegt an der Vils und 373 Meter über dem Meer. Die Stadt ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Krailsheim-Furth i. W. und Amberg-Schnaittenbach. Amberg hat ein ehemals kurfürstliches Residenzschloss, 11 katholische Kirchen und Kapellen, darunter die Sankt Martinskirche mit 98 Meter hohem Turm, eine evangelische Kirche, eine Synagoge, ein gotisches Rathaus, Gymnasium, Studienseminar, Lehrerseminar, mehrere Klöster, Waisenhaus, Strafanstalt für Männer.

Im Jahr 1900 leben hier mit der Garnison (ein Infanteriebataillon Nr. 6) 22.039 Einwohner, der Großteil sind Katholiken, 3870 sind Evangelische. Neben der königlichen Gewehrfabrik gibt es dort Eisenbergbau mit Hochofen, ein Stanz- und Emaillierwerk, Glaspolierwerk, Goldleistenfabrikation, Dampfziegelei, Dampfsägemühlen etc. Amberg ist Sitz eines Landgerichts (für die elf Amtsgerichte zu Amberg, Cham, Furth, Kastl, Nabburg, Neumarkt in der Oberpfalz, Neunburg v. W., Parsberg, Schwandorf, Sulzbach und Waldmünchen), eines Bezirks-, Forst- und Bergamtes, Archivkonservatoriums sowie einer Filiale der königlichen Bank. Nördlich von Amberg liegt der Mariahilfsberg mit Wallfahrtskirche und Franziskanerhospiz.

Die Stadt, anfänglich zum Hochstift Bamberg gehörig, kam 1269 an den Herzog Ludwig den Strengen von Bayern, der dort eine Münze errichtete. 1329 wurde Amberg der pfälzischen Linie zugeteilt und war seit 1507 Hauptstadt der Oberpfalz sowie 1808–10 Hauptstadt des Nabkreises. Am 24. August 1796 schlug bei Amberg Erzherzog Karl die Franzosen unter Jourdan.

 

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