Feldkirch

Feldkirch v. d. neuen Ardetzenbergstraße
Feldkirch v. d. neuen Ardetzenbergstraße

Feldkirch in Vorarlberg im Kaisertum Österreich, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Feldkirch 4616 Einwohner (1900)

Feldkirch, Vorarlberg
Feldkirch, Vorarlberg

Feldkirch in Vorarlberg im Kaisertum Österreich

Feldkirch ist eine Stadt im Kaisertum Österreich, Land Vorarlberg.

Tirol und Vorarlberg, Nationalitäten- und Sprachen-Karte 1900 (Prof. Hickmann's geographisch-statistischer Taschenatlas von Österreich-Ungarn)
Tirol und Vorarlberg, Nationalitäten- und Sprachen-Karte 1900 (Prof. Hickmann’s geographisch-statistischer Taschenatlas von Österreich-Ungarn)

Feldkirch liegt 455 Meter über dem Meer, in reizender Lage an der Ill und den Staatsbahnlinien Innsbruck-Feldkirch-Bregenz und Feldkirch-Buchs. Die Stadt Feldkirch ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft, eines Generalvikars des Bischofs von Brixen, eines Kreisgerichts, einer Finanzbezirksdirektion, einer Handels- und Gewerbekammer, hat eine gotische Pfarrkirche (1478) mit Altargemälde (angeblich von Holbein), eine Kapuzinerkirche, gleichfalls mit schönem Altarbild, ein Kriegerdenkmal, ein Real- und Obergymnasium mit botanischem Garten, eine Lehrerbildungsanstalt, ein Jesuitenkollegium mit Erziehungsanstalt (Stella matutina).

Feldkirch, Partie an der Ill
Feldkirch, Partie an der Ill

Die treiben Gewerbe in Baumwollspinnereien und-Webereien, Färbereien, Druckereien und Appreturen, Glockengießerei, Getreide- und Sägemühlen sowie Handel. Im Jahr 1900 leben in Feldkirch 4616 Einwohner. Östlich über der Stadt erhebt sich die Schattenburg, ehemals Sitz der Grafen von Montfort, westlich der Margaretenkopf (557 m) mit Parkanlagen und schöner Aussicht. Feldkirch wurde als Besitz der Grafen von Montfort mit dem Marktrecht von Lindau 1229 von König Heinrich (Sohn Kaiser Friedrichs II.) bewidmet und kam 1376 durch Kauf des halben Vorarlberger Landes oder des Gebietes von Montfort-Feldkirch an das Haus Österreich.

Feldkirch, Häuserpartie an der Ill
Feldkirch, Häuserpartie an der Ill

Die Stadt galt wegen ihrer Lage für einen Schlüssel von Tirol. 1405 erscheinen die Feldkircher als Teilnehmer am Appenzeller Bündnis und bekriegen heftig den mächtigsten Adelsherrn, Grafen Wilhelm von Montfort-Bregenz. 1408 löste sich dieser Bund der Städte „ob dem See“ auf. Hier schlugen am 22. und 23. März 1799 die Österreicher unter General Jellachich mit Hilfe des Landsturms die Franzosen unter Masséna, und am 15. November 1805 kapitulierte hier der österreichische General Wolfskehl mit 6000 Mann.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • „Allgemeines Ortschaften-Verzeichnis der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder“, Wien 1902
  • „Andrees neuer allgemeiner und österreichisch-ungarischer Handatlas“, 1904
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Österreichs Hort – Geschichts- und Kulturbilder aus den Habsburgischen Erbländern“, 1908
  • „Österreichische Bürgerkunde – Handbuch der Staats und Rechtskunde“ um 1910
  • „Mein Österreich – Mein Heimatland“ 1915

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