Sankt Pölten

St. Pölten, Rathausplatz
St. Pölten, Rathausplatz

Sankt Pölten in Niederösterreich im Kaisertum Österreich, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Sankt Pölten 14.533 Einwohner (1900)

St. Pölten, Rathausplatz
St. Pölten, Rathausplatz

Sankt Pölten in Niederösterreich im Kaisertum Österreich

Sankt Pölten ist eine Stadt im Kaisertum Österreich, Niederösterreich (Erzherzogtum Österreich unter der Enns).

Niederösterreich 1900 (Prof. Hickmann's geographisch-statistischer Taschenatlas von Österreich-Ungarn)
Niederösterreich 1900 (Prof. Hickmann’s geographisch-statistischer Taschenatlas von Österreich-Ungarn)

Sankt Pölten liegt 274 Meter über dem Meer, am linken Ufer der Traisen, an den Staatsbahnlinien WienSalzburg, Sankt Pölten-Tulln und Sankt Pölten-Leobersdorf und an der Landesbahn Sankt Pölten-Mariazell. Sankt Pölten ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft, eines Kreisgerichts, einer Finanzbezirksdirektion, eines Revierbergamtes und eines Bischofs.

St. Pölten, Rathausplatz mit Franziskanerkirche
St. Pölten, Rathausplatz mit Franziskanerkirche

Die Stadt hat eine 1030 gegründete, 1266 nach einem Brand im Übergangsstil erbaute und im 18. Jahrhundert im Barockstil restaurierte Domkirche mit 86 m hohem Turm, eine bischöfliche Residenz (ehemaliges Chorherrenstift), ein Rathaus, einen Stadtpark mit Denkmal Josephs II., eine theologische Lehranstalt mit Alumnat, ein Franziskanerkloster, ein Landesreal- und Obergymnasium, eine Lehrerbildungsanstalt, eine Militär-Unterrealschule, eine Erziehungsanstalt der Englischen Fräulein, ein Taubstummeninstitut, ein allgemeines Krankenhaus und ein Theater.

St. Pölten, Kremsergasse
St. Pölten, Kremsergasse

Sankt Pölten verfügt über Fabriken für Waffen, Turbinen, landwirtschaftliche Maschinen, Kunstseide, Papier, Tischler- und Zementwaren, Kunstmühlen, Bierbrauerei, Gasanstalt, Elektrizitätswerk, Eisenbahnwerkstätte, Sparkasse und lebhaften Handel. Im Jahr 1900 leben in Sankt Pölten 14.533 Einwohner. Die Stadt Sankt Pölten ist nach der Hauptkirche zum heiligen Hippolytus benannt.

St. Pölten, Bahnhof
St. Pölten, Bahnhof

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • „Allgemeines Ortschaften-Verzeichnis der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder“, Wien 1902
  • „Andrees neuer allgemeiner und österreichisch-ungarischer Handatlas“, 1904
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Österreichs Hort – Geschichts- und Kulturbilder aus den Habsburgischen Erbländern“, 1908
  • „Österreichische Bürgerkunde – Handbuch der Staats und Rechtskunde“ um 1910
  • „Mein Österreich – Mein Heimatland“ 1915

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