Krems a. d. Donau, Dampfschiffstation

Krems

Krems in Niederösterreich im Kaisertum Österreich, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Krems 12.551 Einwohner (1900)

Krems, Gesamtansicht
Krems, Gesamtansicht

Krems in Niederösterreich im Kaisertum Österreich

Krems ist eine Stadt im Kaisertum Österreich, Niederösterreich (Erzherzogtum Österreich unter der Enns).

Krems liegt am Einfluss der Krems in die Donau und an den Staatsbahnlinien Absdorf-Krems und Krems-Herzogenburg, welche letztere hier die Donau mit einer großen Brücke überschreitet. Krems ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Kreisgerichts, hat 4 Vorstädte: Hohenstein, Und, Gartenau und Kremsthal, 4 Kirchen, ein Rathaus mit Archiv, Denkmäler Josephs II. u. des 11. November 1805 bei Dürnstein gefallenen Generals Schmidt.

Krems a. d. Donau
Krems a. d. Donau

Die Stadt Krems verfügt über ein Obergymnasium, eine Oberreal-, eine Handelsschule, Lehrerbildungsanstalt, Wein- und Obstbauschule, Piaristenkollegium, eine Lehrerinnenbildungsanstalt der Englischen Fräulein, ein städtisches Museum, Theater, Sparkasse und ein allgemeines Krankenhaus. Die Industrie zeigt sich in Bierbrauerei, Fabrikation von Senf, Kognak, Konserven, Schokolade und Kaffeesurrogaten, Maschinen und Miniaturfeuerwaffen, Mühlen, Gartenbau, Handel. Im Jahr 1900 leben in Krems 12.551 Einwohner.

Krems a. d. Donau, Wegscheid
Krems a. d. Donau, Wegscheid

Nördlich von Krems im malerischen Kremstal liegt der Marktflecken Rehberg mit Lederfabrik und Dampfmühle. Im Jahr 1900 leben hier 878 Einwohner. Den Donauhafen von Krems bildet das 2 km westlich gelegene Städtchen Stein. Krems (Chremisa), in der fruchtbaren Donaulandschaft Wachau, einer der ältesten Siedlungsorte am Nordufer der ostmärkischen Donau, dessen Geschicke das benachbarte Stein meist teilte, wird in der Kriegsgeschichte vielfach erwähnt.

Krems a. d. Donau, Dinstlstraße
Krems a. d. Donau, Dinstlstraße

So wurde die Stadt 1485 von den Ungarn lange, doch vergebens belagert, am 28. März 1645 an die Schweden übergeben, aber am 6. Mai 1646 von den Kaiserlichen wieder eingenommen. 1741 setzte hier das bayrische Heer unter dem Grafen Törring über die Donau, und 1809 wurde Krems von den Franzosen beschossen.

Krems a. d. Donau, Kaserne
Krems a. d. Donau, Kaserne

Quellenhinweise:

  • „Allgemeines Ortschaften-Verzeichnis der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder“, Wien 1902
  • „Andrees neuer allgemeiner und österreichisch-ungarischer Handatlas“, 1904
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Österreichs Hort – Geschichts- und Kulturbilder aus den Habsburgischen Erbländern“, 1908
  • „Österreichische Bürgerkunde – Handbuch der Staats und Rechtskunde“ um 1910
  • „Mein Österreich – Mein Heimatland“ 1915

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