Nikolsburg

Nikolsburg

Nikolsburg in Mähren im Kaisertum Österreich, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Nikolsburg 8092 Einwohner (1900)

Nikolsburg
Nikolsburg

Nikolsburg in Mähren im Kaisertum Österreich

Nikolsburg ist eine Stadt im Kaisertum Österreich, Markgrafschaft Mähren.

Nikolsburg liegt am Fuß der Polauer Berge und an der Linie Lundenburg-Zellerndorf der Nordbahn. Die Stadt Nikolsburg ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat ein großes fürstlich Dietrichsteinsches Schloss mit Bibliothek und Naturalienkabinett, eine Kollegialkirche, Synagoge, ein Denkmal Josephs II., Obergymnasium, Landes- Wein- und -Obstbauschule, Piaristenkollegium, Weinbau, Kalkbrennerei und ansehnlichen Handel.

Nikolsburg
Nikolsburg

Im Jahr 1900 lebenin  Nikolsburg mit der selbständigen Judengemeinde 8092 deutsche Einwohner. Nikolsburg ist Geburtsort des Schriftstellers Joseph Freiherr von Sonnenfels (* 1732/1733 – † 25. April 1817 in Wien). In Nikolsburg, seit 1575 im Besitze des Hauses Dietrichstein, wurde 1622 der Friede zwischen Kaiser Ferdinand II. (* 9. Juli 1578 in Graz – † 15. Februar 1637 in Wien) und Gabriel Bethlen (1613 bis 1629 Fürst von Siebenbürgen und 1619–1626 Anführer eines anti-habsburgischen Aufstandes im Königlichen Ungarn) abgeschlossen.

Nikolsburg
Nikolsburg

Während des Deutschen Krieges von 1866 verlegte König Wilhelm von Preußen am 17. Juli sein Hauptquartier nach dem Schloss von Nikolsburg, wo am 21. Juli die vorläufige Waffenruhe zwischen Österreich und Preußen und am 26. der Präliminarfriedensvertrag von Nikolsburg geschlossen wurde, in dem Österreich auf Venetien und seine Anrechte auf die Elbherzogtümer (Schleswig-Holstein) verzichtete, aus dem Deutschen Bund ausschied und seine Zustimmung zu den preußischen Annexionen in Norddeutschland gab. Derselbe wurde im wesentlichen durch den Frieden von Prag 23. August 1866 bestätigt.

Nikolsburg, Pulverturm
Nikolsburg, Pulverturm

Nikolsburg (Mikulov) ist heute eine Stadt in der Tschechischen Republik.

Quellenhinweise:

  • „Allgemeines Ortschaften-Verzeichnis der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder“, Wien 1902
  • „Andrees neuer allgemeiner und österreichisch-ungarischer Handatlas“, 1904
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Österreichs Hort – Geschichts- und Kulturbilder aus den Habsburgischen Erbländern“, 1908
  • „Österreichische Bürgerkunde – Handbuch der Staats und Rechtskunde“ um 1910
  • „Mein Österreich – Mein Heimatland“ 1915

Seitenanfang

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

Kommentar verfassen