Eckernförde

Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Schleswig-Holstein, Regierungsbezirk Schleswig.

Eckernförde 6719 Einwohner – 1900 (Städte im Kaiserreich)

Eckernförde, Total
Eckernförde, Total

Eckernförde

Eckernförde ist eine Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Schleswig-Holstein, Regierungsbezirk Schleswig. Sie liegt zwischen der gleichnamigen Bucht (Föhrde) der Ostsee im Osten und dem See Windeby im Westen. Die Stadt ist Knotenpunkt der Eisenbahnen Kiel-Flensburg und Eckernförde-Kappeln. Sie hat eine evangelische Kirche, ein Denkmal des Kaisers Wilhelm I., evangelisches Schullehrerseminar (in Borby), Baugewerkschule, Amtsgericht und Reichsbanknebenstelle sowie einen Hafen. Die Bewohner betreiben Eisengießerei, Tabak- und Zigarrenfabrikation, Salzsiederei, Gerberei, Fischräucherei und Bierbrauerei. Im Jahr 1900 leben hier 6719 fast nur evangelische Einwohner. In der Nähe liegt das Seebad Borby.

Eckernförde wird schon 1197 urkundlich erwähnt. 1416 König Erich von Pommern verbrennt die Stadt. 1526 Gottschalk von Ahlefeld stiftet ein Hospital. 1625 Große Überschwemmung. Christian IV. eroberte die Stadt im Frühjahr 1628 im Kriege gegen die Kaiserlichen. Am 7. Dezember 1813 schlug Walmoden hier die Dänen. Am 21. April 1848 findet ein siegreiches Freischarengefecht bei Altenhofen statt.

5. April 1849 der Tag von Eckernförde: Zwei Schanzen unter dem Befehl des Hauptmann Jungmann vernichten das dänische Linienschiff Christian VIII. und nehmen die Fregatte Gefion. Der Kommandant der Südschanze, Theodor von Preußen, findet den Tod bei der Rettung überwundener Feinde.

Am 2. Februar 1864 versuchen die Preußen bei Missunde den Übergang über die Schlei zu erzwingen. Mit der Lostrennung von Dänemark (1864) büßte Eckernförde den größeren Teil seines Handels ein. Die Sturmflut vom 13. November 1872 richtete in Eckernförde große Verwüstungen an. 1881 Eröffnung der Eröffnung der Kiel-Flensburg-Bahn. 1888 Eröffnung der Bahn Kappeln-Eckernförde. 1904 Eröffnung der Bahn Owschlag-Eckernförde.