Solingen

Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Rheinland, Regierungsbezirk Düsseldorf

Solingen 45.554 Einwohner – 1905 = 91. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Solingen (Mühlenplätzchen), Kriegerdenkmal, Katholische Kirche und Deutsche Bank
Solingen (Mühlenplätzchen), Kriegerdenkmal, Katholische Kirche und Deutsche Bank

Solingen

Solingen ist eine Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Rheinland, Regierungsbezirk Düsseldorf. Sue liegt auf einer Anhöhe unweit der Wupper und 216 Meter über dem Meer. Die Stadt hat 3 Stationen und ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Hilden-Vohwinkel, Solingen-Remscheid und Ohligs-Solingen-Weyersberg. In Solingen befinden sich 3 evangelische und 3 katholische Kirchen, Synagoge, 2 Kriegerdenkmäler, einen Monumentalbrunnen (mit dem Waffenschmied von Solingen), ein Gymnasium, eine Realschule, eine Fachschule für Stahlwarenindustrie, 2 Waisenhäuser, ein Amtsgericht, eine Handelskammer und eine Nebenstelle der Reichsbank.

Solingen besitzt sehr bedeutende Fabrikation von Eisen- und Stahlwaren, insbes. von Säbel- und Degenklingen, Messern, Gabeln, Scheren, chirurgischen Instrumenten etc., die in die entferntesten Länder ausgeführt werden, ferner Eisengießereien, Fabriken für Patronentaschen, Helme, Zigarren etc.

Im Jahr 1905 leben hier 49.018 Einwohner, die überwiegende Mehrzahl sind Evangelische, 11.830 sind Katholiken und 328 Juden. Die Entstehung der Eisenindustrie soll unter Adolf IV. von Berg 1147 durch Damaszener Waffenschmiede, nach anderer Annahme um 1290 durch eingewanderte Steiermärker begründet worden sein. Erst 1359 wurde der Herrenhof Solingen vom Grafen von Berg erworben und erhielt bald darauf Stadtrecht. 1815 kam Solingen an Preußen.

Am 1. August 1929 wurden die Städte Wald (Rheinland), Ohligs, Höhscheid und Gräfrath mit der Stadt Solingen vereinigt, wodurch diese zur Großstadt mit über 100.000 Einwohner wurde.