Linden

Linden, Martinskirche
Linden, Martinskirche

Linden im Königreich Preußen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Linden 57.944 Einwohner – 1905 = 73. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Linden vor Hannover, Rathaus, Neuer Markt, Marktbrunnen
Linden vor Hannover, Rathaus, Neuer Markt, Marktbrunnen

Neben der Stadt Linden in Hannover existieren im Deutschen Reich (Kaiserreich) 30 Orte mit Namen Linden; u.a.:

  1. Linden in Westfalen, ein Dorf im Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg, Kreis Hattingen, unweit der Ruhr, an einer elektrischen Straßenbahn nach Hattingen und Dahlhausen. Der Ort hat eine evangelische und eine katholische Kirche, Steinkohlenbergbau (3000 Arbeiter), Eisengießerei und Maschinenfabrikation, eine Zündwarenfabrik, Elektrizitätswerk und im Jahr 1900 = 7123 Einwohner. (Linden in Westfalen wurde 1929 nach Bochum eingemeindet.)

Linden in Hannover (Linden vor Hannover) im Königreich Preußen

Linden in Hannover ist eine Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Hannover, Regierungsbezirk Hannover, bis 1885 Landgemeinde und Vorort von Hannover, von diesem durch die Ihme geschieden.

Landkarte Hannover, Oldenburg, Braunschweig
Landkarte Hannover, Oldenburg, Braunschweig

Linden ist mit Hannover durch elektrische Straßenbahn verbunden. Die Stadt ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Hannover-Altenbeken und Linden-Küchengarten. Sie hat 3 evangelische und 2 katholische Kirchen, ein schönes Rathaus, Monumentalbrunnen (Nachtwächterbrunnen), Gymnasium, Realprogymnasium mit Realschule, Landratsamt (für den Landkreis Linden), eine Nebenstelle der Reichsbank,

Linden, Beethovenstraße und Städtische Humboldtschule
Linden, Beethovenstraße und Städtische Humboldtschule

2 große Maschinenfabriken (3600 Arbeiter), Eisen- und Stahlwerke, Salzwerk, chemische Fabriken, Fabrikation von Ultramarin, Zündhütchen, Tonwaren, Düngemitteln, Teppichen, Bettfedern, Zelluloidwaren, Asphalt, Gummiwaren etc., Baumwollzwirnerei, eine mechanische Weberei (1546 Arbeiter) und Ziegeleien.

Linden, Städtische Mittelschule
Linden, Städtische Mittelschule

Im Jahr 1900 leben in Linden 50.628 Einwohner, der Großteil sind Evangelische, 8126 sind Katholiken und 200 Juden. Südwestlich von Linden liegt der 90 Meter hohe Lindener Berg. 1920 wurde die Stadt nach Hannover eingemeindet und bildet seitdem den Stadtteil Hannover-Linden.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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