Sonneberg, Kaiser Wilhelmplatz. Coburger Straße

Sonneberg

Sonneberg im Herzogtum Sachsen-Meiningen, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Sonneberg 15.003 Einwohner – 1905 (Städte im Kaiserreich)

Sonneberg, Blick auf den Schönberg
Sonneberg, Blick auf den Schönberg

Sonneberg im Herzogtum Sachsen-Meiningen

Sonneberg ist eine Kreisstadt im Herzogtum Sachsen-Meiningen.

Sonneberg ist 3 km lang, liegt zwischen Bergen an der Südseite des Thüringer Waldes (der neue Stadtteil liegt in der Ebene), an der Röthen und der Staatsbahnlinie Coburg-Lauscha und 405 Meter über dem Meer.

Sonneberg, Kaiser Wilhelmplatz. Coburger Straße
Sonneberg, Kaiser Wilhelmplatz. Coburger Straße

Sonneberg hat eine schöne evangelische Kirche im gotischen Stil, eine katholische Kirche, ein Denkmal des Sprachforschers Schleicher, eine Realschule, eine Industrieschule, 2 Handelsschulen, ein Waisenhaus, eine Wasserheilanstalt, ein Forstamt, ein Amtsgericht, eine Handels- und Gewerbekammer, eine Nebenstelle der Reichsbank, ein Konsulat der Vereinigten Staaten Nordamerikas und blühende Industrie.

Sonneberg, Bahnhofstraße
Sonneberg, Bahnhofstraße

Im Jahr 1905 leben in Sonneberg 15.003 Einwohner, der Großteil sind Evangelische, 492 Katholiken und 66 Juden. Sonneberg ist Mittelpunkt der zahlreichen hausindustriellen Orte des Meininger Oberlandes, in denen, wie in der Stadt selbst, die sogenannte Sonneberger Spielwaren (aus Holz und Papiermaché) gefertigt und einschließlich Puppen, Attrappen und Bonbonnieren im Wert von ca. 36 Millionen Mark jährlich nach allen Weltgegenden hin verschickt werden.

Sonneberg, Blick auf Sonneberg
Sonneberg, Blick auf Sonneberg

In der Stadt Sonneberg ist der hausindustrielle Betrieb vielfach durch die fabrikmäßige Produktion abgelöst worden. Außerdem liefert Sonneberg Masken, Glas- und Porzellanwaren, Griffel, Schiefertafeln, Farbkasten, Unterhaltungsspiele, Schleif- und Poliersteine etc., auch finden sich dort ein Elektrizitätswerk, Bierbrauereien, Masse-, Loh-, Schneidemühlen und Ziegelbrennerei. Sonneberg erhielt 1349 Stadtrecht.

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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