Verden (Aller)

Stadt im Königreich Preußen, Provinz Hannover und Kreisstadt im Regierungsbezirk Stade

Verden 9728 Einwohner – 1905 (Städte im Kaiserreich)

Verden, Dom
Verden, Dom

 

Verden (Aller)

Verden (spr. fērden) ist eine Stadt im Königreich Preußen, Provinz Hannover und Kreisstadt im Regierungsbezirk Stade, liegt an der Aller, 4 km vor deren Mündung in die Weser und an der Staatsbahnlinie Wunstorf-Bremerhaven.

Die Stadt besitzt 3 evangelische Kirchen (darunter der 1290–1490 erbaute gotische Dom), eine lutherische Kapelle, eine katholische Kirche, Synagoge, Gymnasium, evangelisches Schullehrerseminar, Präparandenanstalt, landwirtschaftliche Winterschule, Landgericht, Hauptsteueramt, Handelskammer, Spezialkommission, Tabak-, Zigarren-, Seifen-, Maschinen-, Möbel- und Lederfabrikation, chemische Wäscherei und Färberei, Branntweinbrennerei, eine Dampfmahl- und 2 Dampfsägemühlen, Fischerei, Schifffahrt und einen lebhaften Handel.

Im Jahr 1905 leben hier mit der Garnison (ein Feldartillerieregiment Nr. 26) 9728 Einwohner, der Großteil sind Evangelische, 488 sind Katholiken und 96 Juden.

Zum Landgerichtsbezirk Verden gehören 21 Amtsgerichte zu Achim, Ahlden, Bassum, Blumenthal, Bruchhausen, Dorum, Geestemünde, Hagen, Hoya, Lehe, Lesum, Lilienthal, Nienburg, Osterholz, Rotenburg, Stolzenau, Sulingen, Syke, Uchte, Verden und Walsrode.

Schon zur Zeit Karls des Großen wird der Ort (lat. Fereda, Ferda oder Warduum, Vardunum) genannt und ist durch das Blutbad bekannt geworden, das Karl unter den gefangenen Sachsen zur Strafe für ihren Aufruhr 782 anrichtete. Später gehörte die Stadt dem Bischof von Verden.

 

Seitenanfang

Stade

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

Kommentar verfassen