Straubing, Ludwigsplatz

Straubing

Straubing im Königreich Bayern, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Straubing 20.707 Einwohner – 1905 = 211. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Straubing, Ludwigsplatz mit Chorbrunnen (Tiburtiusbrunnen)
Straubing, Ludwigsplatz mit Chorbrunnen (Tiburtiusbrunnen)

Straubing im Königreich Bayern

Straubing ist unmittelbare und Bezirksamtsstadt im Königreich Bayern, Regierungsbezirk Niederbayern, liegt an der Donau und 326 Meter über dem Meer.

Die Stadt Straubing hat 8 katholische und eine evangelische Kirche, ein Schloss, einen schönen Marktplatz mit Dreifaltigkeitssäule, ein Gymnasium, eine Realschule, ein Schullehrer- und ein bischöfliches Knabenseminar, ein Waisenhaus, eine Taubstummen- und eine Idiotenanstalt, 4 Klöster, eine Strafanstalt, ein Landgericht, eine Nebenstelle der Reichsbank, Filialen der Bayrischen Noten- sowie der Bayrischen Vereinsbank, bedeutende Ziegel-, Kalk- und Zementfabrikation, Gerberei, Bierbrauerei, Getreidehandel.

Straubing
Straubing

Straubing ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Passau-Würzburg und Straubing-Miltach.
Im Jahr 1905 leben in Straubing mit der Garnison (Chevaulegerregiment Nr. 7) 20.707 Einwohner, der Großteil sind Katholiken, 600 sind Evangelische und 91 Juden. Zum Landgerichtsbezirk Straubing gehören die sieben Amtsgerichte zu Bogen, Kötzting, Landau a. J., Mallersdorf, Mitterfels, Neukirchen beim heiligen Blut und Straubing.

Straubing, Theresienplatz
Straubing, Theresienplatz

Hier lag eine römische Ansiedelung Sorbiodurum, nach 1200 erhielt der Ort Stadtrecht. Bei der Teilung Niederbayerns (1353) entstand eine Linie Bayern-Straubing, die 1425 mit Johann I. ausstarb. Den wegen Straubing entbrennenden Streit (Straubinger Erbfall) schlichtete König Siegmund 1429, indem er Herzog Ernst von Bayern-München damit belehnte. 1435 wurde hier Agnes Bernauer (Geliebte des Herzogs) von der Donaubrücke in den Strom gestürzt.

Straubing, Zuchthaus
Straubing, Zuchthaus

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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