Oberhof

Dorf im Herzogtum Sachsen-Gotha, Landratsamt Ohrdruf

Oberhof 411 Einwohner – 1905 (Städte im Kaiserreich)

Oberhof, Blick nach dem Oberland
Oberhof, Blick nach dem Oberland

 

Oberhof

Oberhof ist Dorf und Luftkurort (mit Wintersport) im im Herzogtum Sachsen-Gotha, Landratsamt Ohrdruf. Es liegt auf dem Thüringer Wald, am Rennsteig und oberhalb des Bahnhofs Oberhof (639 m) an der Staatsbahnlinie Plaue-Ritschenhausen und 797 Meter über dem Meer. Es hat eine evangelische Kirche, ein Denkmal des Herzogs Ernst II., ein herzogliches Jagdschloss und ein Sanatorium. Im Jahr 1905 leben hier 411 Einwohner. Die Zahl der Kurgäste beläuft sich jährlich auf ca. 8000. Der Bahnhof Oberhof liegt am Ausgang des 3038 m langen Brandleitetunnels.

Oberhof wurde 1470 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort im Amt Schwarzwald gehörte zu verschiedenen Ernestinischen Herzogtümern. Von 1826 bis 1918 war es Teil des Herzogtums Sachsen-Gotha. 1830 ließ Herzog Ernst I. ein Jagdschloss errichten. 1861 kamen die ersten Feriengäste in den Ort. Mit der Fertigstellung des Brandleitetunnels der Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen erhielt Oberhof 1884 einen Bahnanschluss, der den Ausbau des Fremdenverkehrs ermöglichte.

Unter dem Einfluss des Herzogs Carl Eduard, der Wintersport betrieb und 1908 ein Schlosshotel sowie 1912 ein Golfhotel bauen ließ, wurde Oberhof ein mondäner Wintersportort. Am 7. Oktober 1985 erhielt Oberhof das Stadtrecht.