Friedrichroda

Friedrichroda vom Kurhaus
Friedrichroda vom Kurhaus

Friedrichroda im Herzogtum Sachsen-Gotha, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Friedrichroda 4396 Einwohner – 1900 (Städte im Kaiserreich)

Friedrichroda,Kurhaus
Friedrichroda,Kurhaus

Friedrichroda im Herzogtum Sachsen-Gotha

Friedrichroda ist eine Stadt im Herzogtum Sachsen-Gotha.

Mitteldeutschland Thüringische Staaten (Oberstufen-Atlas für höhere Lehranstalten Gotha Justus Perthes 1914)
Mitteldeutschland Thüringische Staaten (Oberstufen-Atlas für höhere Lehranstalten Gotha Justus Perthes 1914)

Friedrichroda liegt im Tal des Schilfwassers am Nordfuße des Thüringer Waldes, sowie an der Staatsbahnlinie Fröttstedt-Georgenthal und 440 Meter über dem Meer. Die Stadt Friedrichroda hat eine evangelische Kirche, eine katholische Kapelle, ein Kurhaus, Denkmäler des ersten Kurgastes (1837) Friedrich Perthes und des Medizinalrats Dr. Keil.

Friedrichroda, Wilhemsplatz
Friedrichroda, Wilhemsplatz

Friedrichroda besitzt viele Villen, schöne Promenaden, Wasserleitung, elektrische Licht- und elektrische Kraftversorgung für Hausindustrie, Kanalisation, Fabriken für Spielwaren und altdeutsche Möbel, bedeutende Leinwandbleicherei und Lohnwäscherei. Im Jahr 1900 leben in Friedrichroda 4396 Einwohner. Friedrichroda ist seiner herrlichen Lage halber ein gesuchter Luftkurort und eine beliebte Sommerfrische.

Friedrichroda, Hotel Schauenburg-Mühle
Friedrichroda, Hotel Schauenburg-Mühle

Auch ist ein Institut für schwedische Heilgymnastik und ein Sanatorium vorhanden. Westlich davon die Schauenburg (634 m), worauf ehemals die von Ludwig mit dem Bart erbaute gleichnamige Burg stand. Zu Friedrichroda gehört auch das Lustschloss Reinhardsbrunn. Friedrichroda erhielt 1597 Stadtrecht.

Friedrichroda, Schloss Reinhardsbrunn
Friedrichroda, Schloss Reinhardsbrunn

Das Straßendorf entstand im Zuge des Landausbaus im 12. Jahrhundert an der Straße vom Schmalkalden nach Gotha. 1209 versuchte das Kloster Reinhardsbrunn hier einen Markt einzurichten. 1597 erhielt der Ort Stadtrecht, seit 1605 ist der Rat nachzuweisen, dem jedoch keine Gerichtsbarkeit zustand. Neben der Waldnutzung, Weberei, Zwirnhandel, Färberei und Bleicherei wurde in der Bergstadt Eisenbergbau betrieben, der um 1840 eingestellt wurde.

Friedrichroda, Marienglashöhle
Friedrichroda, Marienglashöhle

1830 hatte Friedrichroda 1724 Einwohner, seit 1937 wird es als Fremdenverkehrsort aufgesucht. Bahnverbindung entstand 1876 nach Fröttstädt, 1896 nach Georgenthal. Seit 1640 gehört der Ort zum Herzogtum Gotha.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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