Magdala

Magdala, Stadtansicht, Gasthof, Kriegerdenkmal
Magdala, Stadtansicht, Gasthof, Kriegerdenkmal

Magdala im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Stadtgeschichte in alten Ansichtskarten und zeitgenössischen Texten.

Magdala 777 Einwohner – 1905 (Städte im Kaiserreich)

Magdala, Kirche, Gasthof zum vollen Mond, Rathaus, Kriegerdenkmal, Grotte, Apotheke
Magdala, Kirche, Gasthof zum vollen Mond, Rathaus, Kriegerdenkmal, Grotte, Apotheke

Neben der Stadt Magdala in Thüringen existieren:

  • Magdala, einstige Bergfestung in Abessinien (Äthiopien), 11°22′ nördliche Breite, 200 km südöstlich von Gondar, auf isoliertem Basaltfelsen, 2750 m ü. M., 1000 m über dem Tal des Beschilo, eines Zuflusses des Blauen Nils. Magdala wurde am 13. April 1868 von den Engländern unter Sir Robert Napier, der davon das Prädikat „of Magdala“ erhielt, im Krieg gegen Theodoros von Abessinien, der sich daraufhin den Tod gab, genommen
  • Magdala (hebr. Migdal, „Turm“), Ort in Galiläa, am Ostufer des Sees Genezareth (See von Tiberias), nahe am Ausfluss des Jordan aus demselben. Der Ort gilt als Geburtsort der Maria Magdalena und heißt jetzt El Medschdel.
Magdala am See Genezareth
Magdala am See Genezareth
Magdala am See Genezareth
Magdala am See Genezareth
Käthe Franck-Witt als Maria von Magdala
Käthe Franck-Witt als Maria von Magdala
Käthe Franck-Witt als Maria von Magdala
Käthe Franck-Witt als Maria von Magdala
Christus und Maria Magdalena
Christus und Maria Magdalena
Maria Magdalena, nach einem Gemälde von Jose de Ribera
Maria Magdalena, nach einem Gemälde von Jose de Ribera

Magdala im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach

Magdala (Madala, Madelen) ist eine Stadt im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach (Thüringen), Verwaltungsbezirk I (Weimar). Sie liegt an der Madel und 278 m über dem Meer.

Mitteldeutschland Thüringische Staaten (Oberstufen-Atlas für höhere Lehranstalten Gotha Justus Perthes 1914)
Mitteldeutschland Thüringische Staaten (Oberstufen-Atlas für höhere Lehranstalten Gotha Justus Perthes 1914)

Magdala hat eine evangelische Kirche, Schlossruine, Fabrikation von gebrannten Ziegelwaren und weißen Mergelbacksteinen. Im Jahr 1900 leben in Magdala 777 Einwohner.

Magdala, Ansicht
Magdala, Ansicht

Im Anschluss an eine Wasserburg der Grafen von Orlamünde und eine im Jahr 874 als Besitz des Klosters Fulda genannte dörfliche Siedlung entstand die Stadt zwischen 1284 und 1288. 1290 war sie ummauert, besaß eine Ratsverfassung und um 1400 die Niedergerichte. Seit 1395 stand sie unter der Lehnsherrschaft, seit 1445 unter der Landesherrschaft der Wettiner.

Magdala, Wappen
Magdala, Wappen

Die 1450 zerstörte Burg war Sitz orlamündischer Vasallen, die Stadt war bis 1672 Sitz einer Vogtei, die danach im Amt Kapellendorf aufging und seit 1572 zum Herzogtum Sachsen-Weimar gehört. In dem Ackerbürgerstädtchen wurde um 1800 in beschiedenem Maße die Strumpfwirkerei betrieben. 1830 hatte Magdala 647 Einwohner.

Magdala, Wappen
Magdala, Wappen

Das Wappen von Magdala geht auf ein sigulum civitatis Maddala aus dem 15. Jahrhundert zurück, es zeigt eine Abwandlung des Wappens der Grafen von Orlamünde in wechselnden Farben. Das bärtige Männergesicht soll in einem früheren Siegel von 1396 bis 1404 ein Mädchenkopf gewesen sein, der als redendes Symbol für den Stadtnamen zu gelten hat.

Bildergalerie

Quellenhinweise:

  • Prof. A. L. Hickmann’s Geographisch-statistischer Taschen-Atlas des Deutsches Reichs, Leipzig und Wien 1897
  • „F. W. Putzgers Historischer Schul-Atlas“, Verlag von Velhagen & Klasing, 1902
  • „Harms Vaterländische Erdkunde“, 1906
  • „Post-Taschen-Atlas von Deutschland nebst Ortsverzeichnis“, Th. Pfuhl, Berlin, 1906
  • „Meyers Großes Konversations-Lexikon“ 6. Auflage in 20 Bänden, Bibliographisches Institut Leipzig und Wien, 1905-1911
  • „Petzolds Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches“, Band 1 und 2, Bischofswerda (Sachsen), 1911

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